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Werbung via WhatsApp: Urteil gegen IS-Fan erwartet

Die Hauptfassade mit Eingang zum Oberlandesgericht (OLG) Celle.
Die Hauptfassade mit Eingang zum Oberlandesgericht (OLG) Celle.
Foto: Silas Stein/dpa

Celle. Im Prozess gegen einen mutmaßlichen früheren Anwerber der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) werden am heutigen Freitag die Plädoyers und eventuell danach auch schon das Urteil erwartet. Vor dem Oberlandesgericht Celle muss sich ein 23-Jähriger aus Laatzen bei Hannover verantworten. Ihm wird das Werben von Mitgliedern für eine Terrorgruppe im Ausland zur Last gelegt.

Männer nach Syrien gereist

Der in Hannover geborene Türke soll im Frühjahr 2015 eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet haben, in der enthusiastische Berichte über IS-Kämpfer und Märtyrer ausgetauscht wurden. Zwei junge Männer soll er zur Ausreise nach Syrien ermutigt haben.

Liebeskummer und Ballerspiele

Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt den Vorwurf gestanden und berichtet, dass er damals Liebeskummer hatte und nächtelang Ballerspiele gespielt habe. Nach Angaben eines Gerichtssprechers ist auch eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht möglich.