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Knall und Grollen: Erdbeben in Niedersachsen

Die Aufzeichungen eines Seismographen. Mit diesen Geräten werden Bodenerschütterungen aufgezeichnet (Symbolbild).
Die Aufzeichungen eines Seismographen. Mit diesen Geräten werden Bodenerschütterungen aufgezeichnet (Symbolbild).
Foto: dpa

Nienburg/Weser. In Niedersachsen hat es am Donnerstagabend ein leichtes Erdbeben gegeben. Das Zentrum habe nahe der Gemeinde Uchte im Kreis Nienburg/Weser - unweit der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen - gelegen, sagte der Seismologe vom Dienst, Ole Roß, von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Er gab die Stärke des Bebens, das sich um 17.36 Uhr ereignet habe, mit 3,0 an. Ein solches Beben könne zu geringen Gebäudeschäden führen, und es sei als Knall oder Donnergrollen wahrnehmbar.

Keine Schäden bisher

Nach Informationen der Polizei in Nienburg lag die Erdbebenstärke bei 3,3. Demzufolge lag das Zentrum in Stolzenau, einer Nachbargemeinde von Uchte. Polizei und Feuerwehr seien keinerlei Schäden bekannt geworden, sagte ein Polizeisprecher. Ihm zufolge war das Beben wohl auch nur für Messgeräte zu spüren.

War's das Erdgas?

Seismologe Roß sagte, als Erdbebenursache sei ein Zusammenhang mit Erdgasförderung denkbar. Dies sei zumindest bei früheren Beben in Niedersachsen wahrscheinlich gewesen. In der Region Nienburg sei das aber eher überraschend.