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Ikea eröffnet erste Filiale in Indien – und wird überrannt

Der Stau gehört dazu: Vor Indiens erster Ikea-Filiale herrscht regelmäßig Chaos.
Der Stau gehört dazu: Vor Indiens erster Ikea-Filiale herrscht regelmäßig Chaos.
Foto: SUBRAT PATNAIK / REUTERS
Anfang August hat Ikea in Hyderabad die erste indische Filiale eröffnet. Seitdem herrscht in der Millionenmetropole das Verkehrschaos.

Hyderabad.  Mit großen Zeitungsanzeigen und Werbeplakaten hatte Ikea monatelange für seine erste indische Filiale in Hyderabad geworden. Offenbar mit Erfolg: Bei der Eröffnung am 9. August kamen auf einen Schlag 40.000 Besucher – und sorgten für einen gewaltigen Stau in der 8-Millionen-Metropole.

Und die Lage hat sich seither kaum entschärft. Durchschnittlich 28.000 Besucher am Tag zählt die Filiale seither. Inzwischen hat Ikea Hyderabad einen Live-Ticker eingerichtet, um die Menschen mit ihren Autos auf dem Gelände zu koordinieren; begleitet von dem Appell, es mögen doch bitte nicht alle auf einmal kommen.

„Also nehmt euch alle Zeit, die Ihr braucht“

„Hey Hyderabad, euer Interesse hat uns (buchstäblich) überwältigt“, heißt es auf der Homepage. „Das Geschäft und die Parkplätze sind momentan voll. Aber Ihr habt nichts zu verlieren, wir haben 365 Tage im Jahr geöffnet und unsere niedrigen Preise gelten jeden Tag. Also nehmt euch alle Zeit, die Ihr braucht.“

Auf Twitter finden sich Bilder und Videos von dem Massenansturm und seinen Auswirkungen. Dieser Nutzer hat ein Foto von dem Verkehrsstau am Tag der Eröffnung geteilt und schreibt dazu: „Liebe Hyderabadis, Ikea ist keine Tagessausstellung, es ist ein LADEN!“

In Beijing wollten sie nur essen und lümmeln

Ein anderer Nutzer hat dieses Video auf Twitter geteilt und schreibt dazu: „Ist es das wirklich wert... Ich hoffe, sie kommen heil rein und wieder raus.“

Fraglich ist allerdings, ob all die Besucher auch etwas kaufen. Wie das Portal qz.com berichtet, war der Andrang bei der Eröffnung von Ikea in Beijing ähnlich gewaltig wie nun in Hyderabad. Dort seien die meisten Besucher aber nur gekommen, um billig zu essen und bequem zu sitzen. (küp)