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Insolvente Nordseewerke: "Schwerer Schlag für die Region"

ThyssenKrupp Marine Systems wird den niedersächsischen Standort Emden schließen. Die Nachricht kam einen Tag nach der Konzern-Ankündigung, 1000 Arbeitsplätze in den nächsten drei Jahren in Deutschland abzubauen.
ThyssenKrupp Marine Systems wird den niedersächsischen Standort Emden schließen. Die Nachricht kam einen Tag nach der Konzern-Ankündigung, 1000 Arbeitsplätze in den nächsten drei Jahren in Deutschland abzubauen.
Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Hannover. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) wertet die Insolvenz der ehemaligen Nordseewerke in Emden als schweren Schlag für die Region. Er habe seit Anfang Juli Gespräche mit allen beteiligten Firmen vor Ort geführt, sagte Althusmann am Donnerstag im Landtag.

"Aufgrund der Verhandlungen bin ich vorsichtig optimistisch, dass es auch jetzt nach der angemeldeten Insolvenz Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven auf dem Gelände in Emden geben wird."

Produktion für Meyer Werft

Auf dem Gelände der früheren Traditionswerft Nordseewerke waren nach dem Ende des Schiffbaus zunächst Großbauteile für Offshore-Anlagen und zuletzt Segmente für Kreuzfahrtschiffe der Papenburger Meyer Werft hergestellt worden. Althusmann sagte, bei seinen Gesprächen mit der Meyer Werft habe er den Eindruck gewonnen, dass sich die Meyer Werft durchaus vorstellen könne, die Segmente für Kreuzfahrtschiffe weiterhin am Standort Emden zu bauen zu lassen.

Hierfür müsse aber ein verlässlicher strategischer Partner gefunden werden, der zu akzeptablen Bedingungen Zugriff zu dem Standort erhalte. Althusmann kündigte an, er werde am 30. August erneut nach Emden reisen und die Gespräche dort fortsetzen.