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„Alles was zählt“: Beliebter deutscher Serien-Star outet sich

In ihrer Rolle Pauline in „Alles was zählt“ befindet sich Darstellerin Maike Johanna Reuter (l.) momentan im Liebes-Chaos mit zwei Männern.
In ihrer Rolle Pauline in „Alles was zählt“ befindet sich Darstellerin Maike Johanna Reuter (l.) momentan im Liebes-Chaos mit zwei Männern.
Foto: Jan Niklas Berg / RTL
  • Maike Johanna Reuter alias Pauline Reusch outet sich als bisexuell
  • Dabei kann der „Alles was zählt“-Star nichts mit dieser Bezeichnung anfangen
  • So reagierten die Fans auf das Outing der Schauspielerin

Berlin.  Sie steht auf Frauen und auf Männer – die Schauspielerin Maike Johanna Reuter, als Krankenschwester Pauline Reusch aus der RTL-Serie „Alles was zählt“ bekannt, hat sich als bisexuell geoutet – auch wenn sie mit der Bezeichnung als solche gar nichts anfangen kann.

Das hat die 29-Jährige in einem Interview mit RTL erklärt, in dem sie über ihre sexuelle Ausrichtung spricht, nachdem sie sich in ihrem Podcast „Busenfreundin – der Podcast“ kurze Zeit vorher öffentlich geoutet hatte.

Homophobie existiert noch

Die Reaktionen der Fans auf ihr Outing seien „durchweg positiv“ gewesen, heißt es im RTL-Interview. Freunde und Familie seien schon viel länger eingeweiht gewesen. Und dennoch musste Maike Johanna Reuter persönlich schon öfter Anfeindungen erleben.

„Ich habe in meinem Leben schon öfter Homophobie mitbekommen, sowohl an mich als auch an Freunde gerichtet. Die Leute sind oft überrascht, wenn sie davon erfahren, weil sie glauben, dass es – gerade in Großstädten – so etwas in Deutschland gar nicht mehr gibt. Aber Homophobie existiert leider immer noch, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.“

„Ich lasse mich nicht gern in Schubladen stecken“

Trotz Outing kann die Schauspielerin persönlich nicht viel mit der Bezeichnung „bisexuell“ anfangen. Der Grund: „Ich lasse mich nicht gern in Schubladen stecken. Und mit der Bezeichnung ,bisexuell’ befinde ich mich plötzlich in eben so einer“, erklärt die 29-Jährige.

Sie sei eben der Meinung, dass man nie wissen könne, in wen man sich verliebt – „ganz unabhängig davon, wie die bisherigen Beziehungen aussahen.“ (alka)