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Demo gegen Waffenexporte: Rüstungsgegner rüsten auf

Rüstungsgegner bei einer Aktion gegen Rheinmetall in Unterlüß (Archivbild).
Rüstungsgegner bei einer Aktion gegen Rheinmetall in Unterlüß (Archivbild).
Foto: Philipp Schulze/dpa

Unterlüß. Ein Bündnis von Rüstungsgegnern hat am Sonntag am Rheinmetall-Standort Unterlüß im Landkreis Celle gegen Kriege und Waffenexporte demonstriert. Laut Polizei nahmen etwas mehr als 400 Menschen an der Demonstration unter dem Motto "Rheinmetall entwaffnen - Krieg beginnt hier" teil.

Neue Wirtschaftsstruktur

In der Lüneburger Heide gebe es die größte militärische Konzentration der Bundesrepublik, erklärten die DGB-Kreisvorsitzenden Paul Stern (Celle) und Charly Braun (Heidekreis). Notwendig seien dort eine neue Wirtschaftsstruktur sowie neue Aufgaben für die Ingenieure und Facharbeiter der Rüstungsindustrie, etwa in der modernen Medizintechnik.

Dialog mit Rheinmetall

Der Grünen-Abgeordnete im Landtag, Detlev Schulz-Hendel forderte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) auf, in den Dialog mit Rheinmetall zu treten und auf die Einhaltung der ethischen Verantwortung des Rüstungskonzerns hinzuweisen. Auch der Niedersächsische Flüchtlingsrat unterstützte die Proteste.

Flüchtingsrat übt Kritik

Der Antikriegstag am 1. September sei Mahnung und Erinnerung an die Folgen von Krieg und Verfolgung, teilte die Organisation mit. Der Flüchtlingsrat kritisierte die "weiterhin große Beteiligung Deutschlands an Rüstungsexporten in andere Staaten, darunter Kriegs- und Krisengebiete".