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Gegen Lkw-Unfälle: Dreisprachige Aufkleber für mehr Abstand

Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU, rechts), und Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen, stehen an einem am Lastzug angebrachten, dreisprachigen Aufkleber zum Abstand halten.
Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU, rechts), und Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen, stehen an einem am Lastzug angebrachten, dreisprachigen Aufkleber zum Abstand halten.
Foto: Holger Hollemann/dpa

Auetal. Um die hohe Zahl von Lkw-Karambolagen insbesondere auf der A2 zu senken, ermahnt die Landesverkehrswacht Fahrer neuerdings mit dreisprachigen Aufklebern dazu, Abstand zu halten.

Aktionstag an der A2

Die Großaufkleber auf Deutsch, Englisch und Polnisch, die hinten auf Lastzügen angebracht werden können, stellten die Verkehrswacht und Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) am Donnerstag vor. Bei einem Lkw-Aktionstag am Rastplatz Auetal an der A2 informierten Experten haltende Lkw-Fahrer über Bremswege und Reaktionszeiten sowie die Gefahr der Übermüdung am Steuer.

Handy und Pupillomat

Auch der Minister testete seine Reaktionszeit bei einem plötzlichen Bremsvorgang - sowohl ohne Ablenkung als auch mit einem Handy in der Hand. An einem sogenannten Pupillomaten überprüfte Althusmann auch seine Fahrtauglichkeit - das Gerät misst die Pupillenreaktion und entlarvt so übermüdete Fahrer.

Wie Althusmann sagte, dürfe trotz aller technischer Verbesserungen der Faktor Mensch als Unfallursache nicht außer Acht gelassen werden. "Menschliches Fehlverfahren und zu hohe Geschwindigkeiten in Kombination Übermüdung, Ablenkung und zu geringem Abstand führen immer wieder zu Unfällen." Diese endeten unter der Beteiligung von Lkw oft fatal.