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Moschee-Chef will mehr mit Türkei anbändeln

Yilmaz Kilic, Vorsitzender Islamische Religionsgemeinschaft DITIB Niedersachsen und Bremen e.V. (Archivbild).
Yilmaz Kilic, Vorsitzender Islamische Religionsgemeinschaft DITIB Niedersachsen und Bremen e.V. (Archivbild).
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Osnabrück. Der Chef des Islamverbandes Ditib in Niedersachsen und Bremen, Yilmaz Kilic, plädiert für eine weitere Kooperation mit der Türkei bei religiösen Themen. "Wir brauchen die Imame aus der Türkei", sagte der Ditib-Landesvorsitzende der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). In Deutschland gebe es schlicht keine ausgebildeten Imame, die in Ditib-Moscheen arbeiten könnten.

Anerkennung und Bezahlung

"Natürlich ist es ein Traum, irgendwann mal eigene Theologen hier zu Imamen auszubilden. Das wollen sowohl der Ditib-Landes- als auch der Bundesverband", sagte Kilic. Dazu sei aber die Anerkennung des Islamverbandes als Religionsgemeinschaft nötig und man müsse über die Bezahlung der Imame sprechen.

Umstrittener Verband

Ditib ist der Dachverband der türkisch-islamischen Vereine in Deutschland und hat enge Verbindungen zum staatlichen Religionsamt der Türkei. Die Bundesregierung fördert laut Innenministerium in Berlin derzeit keine Projekte mehr, die in der Trägerschaft des umstrittenen Verbandes liegen.