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Immer mehr Menschen in Niedersachsen ertrinken beim Baden

Polizisten stehen am Ufer eines Sees (Archivbild).
Polizisten stehen am Ufer eines Sees (Archivbild).
Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Bad Nenndorf. In Niedersachsen und Bremen sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres deutlich mehr Menschen ertrunken als im Vorjahreszeitraum. Bis Ende August starben in Niedersachsen 52 Menschen - das waren 14 mehr als in den ersten acht Monaten 2017, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Bad Nenndorf bei Hannover mitteilte. Im kleinsten Bundesland Bremen stieg die Zahl ebenfalls stark an: Sie kletterte von zwei Toten im Vorjahreszeitraum auf acht in diesem Jahr.

Viele überschätzen sich

Bundesweit gab es so viele Badetote wie seit zehn Jahren nicht mehr. Nach den DLRG-Zahlen ertranken in den ersten acht Monaten dieses Jahres 445 Menschen in deutschen Gewässern - 148 mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter den Toten waren deutlich mehr Männer als Frauen.

"Die Ursachen vieler Ertrinkungsfälle sind Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie insbesondere das Baden an unbewachten Badestellen", sagte DLRG-Präsident Achim Haag. Besonders viele Unfälle habe es in Seen und Flüssen gegeben.

Im Vergleich der Bundesländer gab es die meisten Badetoten in Bayern mit 80 Opfern, danach folgen Nordrhein-Westfalen mit 55 Ertrunkenen und Niedersachsen mit 52 Badetoten.