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Spätsommer in Deutschland - Nikolaus empfängt Wunschzettel

Der Nikolaus in St. Nikolaus empfängt schon Wunschzettel von eifrigen Schreibern.
Der Nikolaus in St. Nikolaus empfängt schon Wunschzettel von eifrigen Schreibern.
Foto: Oliver Dietze/dpa

St. Nikolaus. Bis zu 30 Grad draußen - kurze Hosen und ärmellose Tops sind weiter angesagt. Doch die Wahrheit ist: in elf Wochen ist Nikolaus-Tag. Das Nikolaus-Postamt im saarländischen St. Nikolaus bekommt seit vier Wochen zahlreiche Briefe.

"Eigentlich ist es unvorstellbar, doch die Kinder denken schon an Weihnachten", sagt Sabine Gerecke vom Nikolaus-Postamt. Einige schrieben dem Nikolaus aus dem Urlaub. "Andere wollen gerne die Ersten sein, die ihren Wunschzettel abgeben, so dass nichts mehr schiefgehen kann", sagte die Leiterin der Kinderbriefaktion.

Post vom Vorjahr

Neben der neuen Post warten noch gut 500 Wunschbriefe vom Jahresanfang auf eine Antwort. Sie waren für vorige Weihnachten gedacht, kamen aber erst im Januar und Februar an. Sie stammten vor allem aus China, Russland und Italien, sagte Gerecke. Nach wie vor stehe "der Nikolaus" auf klassische Briefe per Post: "Er ist nicht ganz so modern. E-Mails beantwortet er eigentlich nicht."

2017 gab es einen Rekord: Der Nikolaus antwortete auf 22 583 Schreiben aus 44 Ländern - die meisten aus Deutschland, gefolgt von Taiwan, Frankreich und Polen. Nach Angaben der Deutschen Post hat das saarländische St. Nikolaus das älteste Weihnachts-Postamt in Deutschland.

Station in Niedersachen

Auch in Niedersachen ist der Nikolaus erreichbar. In Nikolausdorf (Landkreis Cloppenburg) freut er sich auf Post. Das Christkind antwortet aus Engelskirchen (Nordrhein-Westfalen), Himmelpforten (Landkreis Stade) und Himmelstadt (Bayern). Der Weihnachtsmann meldet sich aus Himmelsthür - einem Stadtteil von Hildesheim in Niedersachsen - sowie aus Himmelpfort in Brandenburg.