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Tod nach Pfefferspray-Einsatz: Staatsanwaltschaft ermittelt

Der Mann war nach einem Pfefferspay-Einsatz gestorben (Symbolbild).
Der Mann war nach einem Pfefferspay-Einsatz gestorben (Symbolbild).
Foto: Mareike van Gerpen

Langenhagen.  Nach dem Tod eines Randalierers bei einem Polizeieinsatz in Langenhagen dauern die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft an. Das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag in Hannover mit.

Mann war herzkrank

Der 39-Jährige herzkranke Mann war nach dem Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei Mitte August gestorben. Er hatte zunächst Autos beschädigt, den eintreffenden Streifenwagen mit einer Eisenstange beschädigt und die Beamten mit Steinen beworfen. Weil er sich heftig gegen seine Festnahme wehrte, griffen die Polizisten zu Pfefferspray. Nach Eindruck der Beamten stand der Mann unter Drogen.

Keine neuen Regeln

Angesichts der laufenden Ermittlungen wollte sich das Innenministerium auf eine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Belit Onay nicht im Einzelnen zu dem Polizeieinsatz äußern. Nach dem vorläufigen Obduktionsbericht aber sei der 39-Jährige durch ein schockbedingtes Herz-Kreislauf-Versagen gestorben. Eine Neuregelung des Einsatzes von Pfefferspray durch die Polizei sei nicht geplant.