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Landesregierung offen für technisch machbare Diesel-Nachrüstung

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Hannover. Nach dem Spitzentreffen zu Maßnahmen gegen Diesel-Fahrverbote in Städten schließt Niedersachsens Landesregierung die Hardware-Nachrüstung betroffener Diesel nicht aus - sofern sie technisch machbar ist.

"Hardware-Nachrüstungen sind sinnvoll, wenn sie technisch möglich und mit einem vertretbaren Aufwand verbunden sind", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" am Dienstag. Im Vordergrund stehe aber die wirksame Modernisierung der Dieselflotte.

Wer kommt für die Kosten auf?

Seit langem fordert Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Hardware-Nachrüstungen - auf Kosten der Hersteller. Bundesregierung und Autoindustrie arbeiten derzeit an einem neuen Paket für bessere Luft in Städten. Dieselabgase gelten als Hauptverursacher für zu hohe Schadstoffwerte. Umstritten sind vor allem Diesel-Nachrüstungen für Pkw - und die Frage, wer diese bezahlt. Umgerüstet werden sollen nach "Handelsblatt"-Informationen nur Fahrzeuge, bei denen der nachträgliche Einbau von Stickoxidfiltern technisch sinnvoll sei.

Meinung von Weil und Althusmann

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich kürzlich skeptisch gegenüber Hardware-Nachrüstungen gezeigt. Diese seien nicht das Allheilmittel, von dem viele träumen, sagte er. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sprach sich dagegen für ein größeres Entgegenkommen gegenüber Kunden aus.