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Deal fix! Lebenshilfe übernimmt Ex-Islamisten-Treff

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Foto: obs/toom Baumarkt GmbH/Shutterstock

Hildesheim. Die ehemalige Moschee des verbotenen Deutschsprachigen Islamkreises (DIK) in Hildesheim ist an die Lebenshilfe übertragen worden. Wie die Polizeidirektion Göttingen am Mittwoch mitteilte, wurde der entsprechende Vertrag am Dienstag notariell beglaubigt.

Auch Amri war da

Das niedersächsische Innenministerium hatte den Islamkreis im März 2017 verboten, weil er radikalen Islamisten als Treffpunkt diente. Auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hatte den Islamkreis besucht. In der DIK-Moschee sollen Hassprediger junge Menschen radikalisiert und zur Teilnahme am Kampf für die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak getrieben haben.

Auch der als Islamist eingestufte Iraker Abu Walaa, der im November 2017 in Nordrhein-Westfalen festgenommen wurde, hatte wiederholt in den Räumen des Hildesheimer Vereins gepredigt. Die Polizeidirektion Göttingen hatte die Räume nach dem Vereinsverbot beschlagnahmt.

Für die Nachnutzung hatte es mehrere Bewerber gegeben. "Mit der Lebenshilfe haben wir einen Nutzer gefunden, dessen Arbeit dem gesamten Stadtteil zu Gute kommt", sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion. Die Lebenshilfe Hildesheim setzt sich für die Unterstützung und Eingliederung von Menschen mit Behinderung ein.