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"Cold Cases": Neues Konzept soll mehr Fälle klären

Ein neues Konzept der Ermittler soll helfen, sogenannte "Cold Cases" aufklären zu können. (Symbolbild)
Ein neues Konzept der Ermittler soll helfen, sogenannte "Cold Cases" aufklären zu können. (Symbolbild)
Foto: dpa

Hannover. Mit einer neuen Systematik und moderner Technik sollen die rund 300 seit langem ungeklärten Tötungsdelikte in Niedersachsen doch noch aufgeklärt werden. Das neue Konzept wird am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags vorgestellt.

Vorgesehen ist, die teils noch in Aktenordnern erfassten "Cold Cases" aus den vergangenen Jahrzehnten nach festgelegten Kriterien zu erfassen. Danach soll eine Auswahl der Fälle getroffen werden, bei denen eine Neuaufnahme der Ermittlungen lohnenswert erscheint. Ausgewählte Altfälle sollen insbesondere mit Mitteln modernster Kriminaltechnik noch einmal aufbereitet werden.

Zentrale Ermittlungsgruppe

Anders als etwa Hamburg hat Niedersachsen nicht an eine zentrale Sonderermittlungsgruppe, einer "Cold-Case-Unit", gedacht. Das Bearbeiten der Altfälle soll weiterhin in der Hand der jeweiligen Polizeidienststellen im Land liegen. Dort gehörte es schon bisher zur Routine, ungeklärte Fälle von Mord- und Totschlag immer mal wieder aus dem Regal zu ziehen.