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Mit Rollstuhl aufs Wasser: Es "geht" immer mehr

Anna Weber (links) und Margret Homola sind unterwegs.
Anna Weber (links) und Margret Homola sind unterwegs.
Foto: Philipp Schulze/dpa

Hannover. Mit Rollstuhl ins Gelände oder aufs Wasser: Dank neuer Modelle bei Gehhilfen gibt es für Menschen mit Handicap immer weniger Barrieren. "Der Rollstuhl wird heute nicht mehr versteckt - man zeigt ihn, das ist ein Trend", sagt Produktmanager Boris Zellner vom Prothesenhersteller Otto Bock.

Die Entwicklung befeuern immer leichtere Materialien und smartere Technologien. Beispielsweise im niedersächsischen Naturpark Dümmer setzt Detlef Tänzer seit September auf mietbare, geländegängige Elektro-Rollstühle, mit denen es über Stock und Stein geht.

Am niedersächsischen Heidesee in Holdorf ist seit 2017 ein Amphibien-Rollstuhl mit Ballon-Reifen und Schwimmhilfen in den Armlehnen im Einsatz. "Damit können auch Behinderte im Wasser schwimmen", sagt Naturpark-Geschäftsführer Tänzer.

Auf der Ilmenau in Lüneburg öffnet sich Rollstuhlfahrern das sogenannte Stand Up Paddling (SUP). Die Boards sind mit zwei Metern Breite und fünf Metern Länge größer als die üblichen Bretter für Stehpaddler. Idee und Entwicklung kommen von der Lüneburger Firma Nature-Guides.

An Schlaufen und Ösen können Sicherungsgurte für Rollstuhlfahrer befestigt werden. Es sei das weltweit erste Projekt dieser Art, sagt Ela Gilleßen vom SUP & Outdoor Verein Lüneburg. "Aktion Mensch, DLRG und Lebenshilfe unterstützen uns dabei."