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Moorbrand in Meppen: Giftstoffe freigesetzt?

Seit mehr als einem Monat lodert auf einem Bundeswehr-Gelände im Emsland das Moor (Archivbild).
Seit mehr als einem Monat lodert auf einem Bundeswehr-Gelände im Emsland das Moor (Archivbild).
Foto: Stephan Konjer / dpa

Meppen. Spezialisten der Bundeswehr untersuchen nach dem Moorbrand bei Meppen Boden, Luft und Wasser nach Spuren von radioaktiver Strahlung und Quecksilber. "Die Strahlenmessstelle Süd ist mit dem Auftrag vor Ort, zu überprüfen, ob Einsatzkräfte einer Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sein könnten", sagte ein Sprecher der Bundeswehr der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Quecksilber & Co.

Auf dem Waffentestgelände könnten dem Zeitungsbericht zufolge in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper beispielsweise der Nationalen Volksarmee der DDR sowie uranhaltige Nato-Munition getestet worden sein. Die Giftstoffe könnten durch den Moorbrand freigesetzt worden sein.

Abstimmungen laufen

Die Messestelle gehört zum Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr im bayerischen Sonthofen. Zu einer eventuellen Freisetzung von Schwermetallen wie Quecksilber gebe es derzeit Abstimmungen mit Geologen. "Dies wird derzeit ebenfalls untersucht", sagte der Bundeswehrsprecher der Zeitung.

Wochenlanger Einsatz

Das Feuer war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen. Beim Löschen halfen auch mehrere Feuerwehren sowie das THW aus der Region38. Messungen im Umfeld des Brandes hätten kein Überschreiten von Grenzwerten gezeigt, die auf eine akute Gesundheitsgefahr hindeuten, hieß es in der vergangenen Woche von einem Mitarbeiter des niedersächsischen Innenministeriums.