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Ministerium: Keine radioaktiven Strahlen nach Moorbrand

Feuerwehrleute der Bundeswehr-Feuerwehr sind beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen im Einsatz. Mit einem Großaufgebot haben die Einsatzkräfte den Moorbrand im Emsland bekämpft. Der Katastrophenfall wurde nun aufgehoben.
Feuerwehrleute der Bundeswehr-Feuerwehr sind beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen im Einsatz. Mit einem Großaufgebot haben die Einsatzkräfte den Moorbrand im Emsland bekämpft. Der Katastrophenfall wurde nun aufgehoben.
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Berlin/Meppen. Nach dem Moorbrand im Emsland gibt es nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums keine akuten Hinweise auf radioaktive Strahlung oder erhöhte Quecksilberbelastung.

"Reine Vorsorge"

"Es gibt keine Erkenntnisse, dass dort jemals Uranmunition getestet worden ist", sagte Ministeriumssprecher Jens Flosdorff am Freitag in Berlin. Die angekündigten Messungen seien eine rein vorsorgliche Maßnahme und sollen zur Transparenz beitragen. "Wir gehen kein Risiko ein", sagte Flosdorff.

Strahlenbelastung ausgesetzt?

Spezialisten der Bundeswehr untersuchen nach dem Moorbrand bei Meppen in Niedersachsen Boden, Luft und Wasser nach Spuren von radioaktiver Strahlung und Quecksilber. "Die Strahlenmessstelle Süd ist mit dem Auftrag vor Ort, zu überprüfen, ob Einsatzkräfte einer Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sein könnten", sagte ein Bundeswehrsprecher der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Auf dem Gelände könnten dem Zeitungsbericht zufolge in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper sowie uranhaltige Munition getestet worden sein. Der Moorbrand war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen. Auch Einsatzkräfte aus der Region38 hatten beim Löschen geholfen.