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Streit um Sieger-Hengst: Jetzt geht's vor Gericht

 Der Siegerhengst des internationalen Trakehner Hengstmarktes in Neumünster, Kaiser Milton, steht nach der Siegerehrung für Pressefotos bereit. In Kiel beginnt am 11. Oktober ein Zivilprozess um den Verkauf des zweieinhalbjährigen Siegerhengstes 2017. Der Käufer des Tieres, ein Pferdezüchter aus dem niedersächsischen Bad Bevensen, weigert sich, den Kaufpreis von 380.000 Euro für den Hengst zu zahlen. Der Siegerhengst soll lahm gewesen sein.
Der Siegerhengst des internationalen Trakehner Hengstmarktes in Neumünster, Kaiser Milton, steht nach der Siegerehrung für Pressefotos bereit. In Kiel beginnt am 11. Oktober ein Zivilprozess um den Verkauf des zweieinhalbjährigen Siegerhengstes 2017. Der Käufer des Tieres, ein Pferdezüchter aus dem niedersächsischen Bad Bevensen, weigert sich, den Kaufpreis von 380.000 Euro für den Hengst zu zahlen. Der Siegerhengst soll lahm gewesen sein.
Foto: Jutta Bauernschmitt/dpa

Kiel/ Bad Bevensen. In der Geschichte des internationalen Trakehner Hengstmarktes in Neumünster streiten sich erstmals Käufer und Verkäufer eines angeblich kranken Siegerhengstes vor Gericht - es geht um 380.000 Euro. Der Käufer, ein Züchter aus Bad Bevensen in Niedersachsen, will das 2017 erworbene Pferd zurückgeben, ohne etwas zu bezahlen.

Der Verkäufer, ein Züchter aus den Niederlanden, möchte endlich den Kaufpreis von 320.000 Euro bekommen. Bisher hat er keinen Cent erhalten. Außerdem geht es laut Gericht um weitere 60.000 Euro Steuern. Am Landgericht Kiel beginnt am Donnerstag der Prozess. "Einen solchen Fall hatten wir noch nie, das ist natürlich nicht schön", sagte Lars Gehrmann, Geschäftsführer des Trakehnerverbandes.

Tier 2017 gekauft

Im vergangenen Jahr erwarb der Niedersachse den zweieinhalbjährigen Hengst "Kaiser Milton" auf dem Hengstmarkt. Bereits beim Abladen in Niedersachsen soll der Hengst lahm gewesen sein. Tierärzte hätten einen Sehnenschaden attestiert, gab Gehrmann die Argumentation des Käufers wieder.

Der Käufer hat bisher keinen Cent des Kaufpreises entrichtet, er will vor Gericht erreichen, den Hengst zurückgeben zu können. Dagegen klagt die Trakehner Gesellschaft mbH, die formal den Kauf vermittelt hat, auf Wunsch des Verkäufers aus den Niederlanden auf Bezahlung des Kaufpreises.