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Nach Leichenfund bei Höver: Ehemann angeklagt

in Polizeifahrzeug steht zur Wache auf einem Feldweg, der parallel zur Bundesstraße B65 verläuft. Ein Radfahrer hatte am 27. Mai an dem Wirtschaftsweg in Höver die Leiche einer gewaltsam getöteten Frau entdeckt.
in Polizeifahrzeug steht zur Wache auf einem Feldweg, der parallel zur Bundesstraße B65 verläuft. Ein Radfahrer hatte am 27. Mai an dem Wirtschaftsweg in Höver die Leiche einer gewaltsam getöteten Frau entdeckt.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hildesheim/Höver. Nach dem Fund einer Frauenleiche an einem Wirtschaftsweg bei Höver hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags gegen den 32-jährigen Ehemann des Opfers erhoben.

Frau fremdgegangen?

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim verdächtigt den Angeklagten, seine Ehefrau am Vormittag des 17. Mai nach einem Streit auf bislang noch unbekannte Weise getötet zu haben. Der Angeklagte soll sechs Tage zuvor erfahren haben, dass seine Frau ein Verhältnis mit seinem Chef hatte.

Zunächst habe er die Leiche noch im Wohnhaus versteckt, einen Tag später, am 18. Mai, dann aber am späteren Fundort abgelegt haben. Am gleichen Abend wurde das Opfer von einer Kollegin als vermisst gemeldet.

Facebook-Account geknackt

Laut Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich der Angeklagte im Rahmen der Ermittlungen in Widersprüche verstrickt und so ins Visier der Ermittler geraten. Später habe er dann eingeräumt, über sein eigenes Handy den Facebook-Account seiner Frau geknackt zu haben, um von diesem Nachrichten in ihrem Namen an sich selbst zu versenden. So habe er vortäuschen wollen, dass sie noch am Leben war.

Auch Videoaufnahmen zeigen laut Angaben der Staatsanwaltschaft, einen Wagen, wie den des Beschuldigen in unmittelbarer Nähe des Ablageortes. Gegen den Angeklagten wurde bereits im Juni Haftbefehl erlassen.