Welt 

Immer mehr ausländische Ärzte dürfen arbeiten

Holzminden: Der junge Arzt Kyril Halavach untersucht einen seiner Patienten. In Niedersachsen erhalten immer mehr ausländische Ärzte eine Berufserlaubnis.
Holzminden: Der junge Arzt Kyril Halavach untersucht einen seiner Patienten. In Niedersachsen erhalten immer mehr ausländische Ärzte eine Berufserlaubnis.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Hannover. In Niedersachsen erhalten immer mehr ausländische Ärzte eine Berufserlaubnis. Diese ist zeitlich befristet und geht in der Regel der staatlichen Zulassung von Medizinern aus Nicht-EU-Ländern voraus. Im vergangenen Jahr wurden 962 Berufserlaubnisse und 454 Approbationen an Ärzte sowie Zahnärzte erteilt, wie der Niedersächsische Zweckverband zur Approbationserteilung (Nizza) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Vorwiegend stammten sie aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum sowie aus Ost- und Südeuropa. Die Tendenz in diesem Jahr sei ansteigend, erklärte die Behörde.

In diesem Jahr wurden bis zum 1. Oktober bereits allein 508 Approbationen und 883 Berufserlaubnisse erteilt. Bundesweit arbeiteten 2017 mehr als 50 800 ausländische Mediziner. Das waren mehr als doppelt so viele wie noch 2011. Zugewanderte Mediziner sind häufig in Kliniken in der Provinz beschäftigt.