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Aktionsplan: Landesregierung will Fachkräfte sichern

 Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) wollen Plan zur Fachkräfte-Sicherung vorstellen (Symbolbild).
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) wollen Plan zur Fachkräfte-Sicherung vorstellen (Symbolbild).
Foto: Stephanie Pilick/dpa

Hannover. Immer stärker spürt die Wirtschaft auch in Niedersachsen den vielbeklagten Fachkräftemangel. Jedes zweite Unternehmen meldet nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen derzeit offene Stellen.

62 Prozent der Unternehmen sehen dies demnach als entscheidendes Risiko - vor einem Jahr waren es 54 Prozent, 2016 noch 44 Prozent. Am frühen Montagabend wollen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) einen Aktionsplan zur Fachkräftesicherung vorstellen.

Berufe attraktiver gestalten

Schon im Frühjahr hatte die Landesregierung die Weiterentwicklung der 2014 gestarteten Fachkräfteinitiative Niedersachsen beschlossen. Im Aktionsplan sollen die strategischen Vorhaben und Aktivitäten zusammengeführt werden. Angepeilt ist beispielsweise, ausländische Fachkräfte in Mangelberufen anzuwerben und im Ausland erworbene Berufsabschlüsse leichter anzuerkennen.

Außerdem sollen Langzeitarbeitslose besser in den Arbeitsmarkt integriert und Berufe im Gesundheits- und Erziehungswesen attraktiver werden.

Nicht qualifiziert genug

Erstmals sei die Industrie vom Fachkräftemangel überdurchschnittlich betroffen gewesen, 50 Prozent der Industrieunternehmen hätten Schwierigkeiten gemeldet, offene Stellen zu besetzen, teilte die IHK Niedersachsen mit. Im Baugewerbe seien es gar 67 Prozent gewesen.

60 Prozent der Bewerber hätten zu geringe oder unpassende Qualifikationen gehabt.