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Rekordjahr für Störche - Niedersachsen ist Spitze!

Ein Jungstorch landet neben seinen vier Geschwistern (Symbolfoto).
Ein Jungstorch landet neben seinen vier Geschwistern (Symbolfoto).
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover/Region38. In diesem Jahr haben so viele Störche in Niedersachsen und Bremen gebrütet wie zuletzt 1958. Insgesamt zogen die 1.007 frei lebenden Weißstorchpaare in diesem trockenen Sommer dabei 1.765 Jungtiere auf, wie der Naturschutzbund Nabu am Montag berichtete. Elf der Paare brüteten in Bremen.

60-Jahres-Höchstwert

"Dies ist der höchste Storchenbestand in Niedersachsen seit 60 Jahren - und das trotz des extrem trockenen Sommers", sagte Hans-Jürgen Behrmann von der NABU Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz Niedersachsen/Bremen.

"Damit wurde das gute Ergebnis aus dem Jahr 2017 bei den Paaren erneut um zehn Prozent und bei den flüggen Jungen sogar um 18 Prozent übertroffen." Im vergangenen Jahr seien es 919 Paare mit 1.484 flüggen Jungen gewesen. Niedersachsen liegt dabei im bundesweiten Trend und gehört mit Brandenburg sowie Baden-Württemberg zu den drei Bundesländern mit den meisten Paaren.

Vogelzug: Störche für Abkürzung

"Die Hauptursache für den Zuwachs ist das veränderte Zugverhalten der gen Westen in ihre Winterquartiere fliegenden Störche", erklärte Behrmann. Immer mehr von ihnen blieben als sogenannte Westzieher bereits in Spanien, statt nach Afrika zu fliegen.

Dort finden sie genügend Nahrung in der freien Natur, auf Reisfeldern und insbesondere auch auf Mülldeponien. Die Vögel kehrten aus Spanien früher und in größerer Anzahl zurück, zudem seien sie meist in guter Verfassung.