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Kein modisches Accessoires: 5 Fußfesselträger in Niedersachsen

Foto: Susann Prautsch/dpa

Hannover. Fünf frühere Straftäter und Gefährder in Niedersachsen werden derzeit mit einer elektronischen Fußfessel überwacht. wie das hessische Justizministerium in Wiesbaden bekannt gab.

Bundesweit seien die dafür notwendigen gerichtlichen Anordnungen in den vergangenen zwölf Monaten um fast 20 Prozent auf 116 gestiegen, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) in Wiesbaden. Aus Schutz vor Anschlägen war die sogenannte Gemeinsame Überwachungsstelle der Länder (GÜL) in das Hochsicherheitsgefängnis im südhessischen Weiterstadt gezogen.

Vor allem Sexualstraftäter

Seit Mai werden die Träger einer elektronischen Fußfessel von dort überwacht. Die meisten (77) sind Sexualstraftäter, die nach dem Ende ihrer vollständig verbüßten Haft immer noch als gefährlich eingeschätzt werden. Die andere große Gruppe sind ehemalige Gewaltverbrecher.

Sieben Menschen bundesweit tragen eine Fußfessel, weil sie als Gefährder eingestuft waren. Dazu gehören neben islamistischen Gefährdern auch Täter aus den Bereichen Stalking und häusliche Gewalt.

Polizeigesetze dafür gibt es laut hessischem Justizministerium derzeit aber nur in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Auch Niedersachsens geplantes neues Polizeigesetz soll den Umgang mit Fußfesseln für Gefährder regeln.

Fußfessel wird leichter

Bis zum Jahresende bekommen alle Träger eine neue Fußfessel. Sie wiegt nur noch etwa 150 Gramm, ist wasserdicht und der Akku hält bis zu 50 Stunden. Damit ist sie etwa 30 Gramm leichter als das Vorgängermodell und die Akkulaufzeit ist mehr als doppelt so lang.