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Im Vollrausch Partnerin erstochen - Prozess startet 

Der Mann hatte im Sommer diesen Jahres seine Freundin erstochen und war zunächst nach Russland geflohen (Symbolfoto).
Der Mann hatte im Sommer diesen Jahres seine Freundin erstochen und war zunächst nach Russland geflohen (Symbolfoto).
Foto: dpa

Bergen/Lüneburg. Ein junger Mann aus Bergen muss sich vom 30. Oktober an vor dem Landgericht Lüneburg verantworten, weil er im Vollrausch seine Freundin erstochen haben soll.

Der 21-Jährige soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zunächst mit seiner drei Jahre jüngeren Partnerin LSD konsumiert haben. Später sei er dann in einen derartig psychotischen Zustand geraten, dass er im Rausch mit einem Messer mehrfach auf die Frau einstach und sie tödlich verletzte.

Mann floh nach Russland

Der junge Mann floh daraufhin zunächst zu seiner zu einem Verwandtenbesuch nach Russland gereisten Familie. Die Polizei wurde über die Gewalttat durch einen Anruf alarmiert, der nach Überzeugung der Fahnder von dem jungen Mann selbst kam.

Vollrausch als Tatbestand

Die Anklage wirft dem Mann Vollrausch in Tateinheit mit Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor.

Vollrausch als Straftatbestand ist im Strafgesetzbuch im Paragrafen 323a geregelt. Dort heißt es in Absatz 1: "Wer sich vorsätzlich oder fahrlässig durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel in einen Rausch versetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn er in diesem Zustand eine rechtswidrige Tat begeht und ihretwegen nicht bestraft werden kann, weil er infolge des Rausches schuldunfähig war oder weil dies nicht auszuschließen ist."