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Wildschweine und Nutrias – Niedersachsen geht auf die Jagd

Das neue Jagdgesetz ermöglicht es der Landesregierung, bei Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest diverse Verbote für die Jagd auf Wildschweine aufzuheben (Symbolbild).
Das neue Jagdgesetz ermöglicht es der Landesregierung, bei Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest diverse Verbote für die Jagd auf Wildschweine aufzuheben (Symbolbild).
Foto: Gregor Fischer/dpa
  • Schwarzwild als Überträger der Afrikanischen Schweinepest.
  • Verschärftes Jagdrecht, um Wildschwein-Population kurz zu halten.
  • Auch den Nutrias geht es an den Kragen.

Hannover. Vor dem Hintergrund der aus Belgien und Osteuropa näher rückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat der niedersächsische Landtag ein verschärftes Jagdgesetz verabschiedet. Abgeordnete von SPD, CDU und AfD stimmten am Mittwoch für die Novelle, die die Jagd auf Wildschweine erleichtern soll.

Auch Muttertiere als Ziel

So soll es künftig möglich sein, Muttertiere zu erlegen, sollte ASP ausbrechen. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Infektionskrankheit, die bei Wild- und Hausschweinen meist innerhalb weniger Tage tödlich endet. Das Land will die Wildschwein-Population reduzieren, um das Risiko einer Ausbreitung zu verringern.

Niedersachsen in Gefahr

"Niedersachsen wäre mit seinen Regionen mit vielen Schweinezucht-Betrieben von einem ASP-Ausbruch in hohem Maße betroffen", sagte Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).

Das neue Jagdgesetz hebt außerdem den Elterntierschutz für die Biberratte Nutria auf, um ihre rasante Ausbreitung zu stoppen. Nutrias gefährden mit ihren Wühlarbeiten den Deichbau.