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Quo vadis, NordLB? Mitarbeiter machen ihrer Angst Luft

Demonstranten stehen mit Transparenten und Plakaten während einer Protestkundgebung der Gewerkschaft Verdi gegen eine mögliche Zerschlagung der Nord/LB vor dem Gebäude der Norddeutschen Landesbank in Hannover.
Demonstranten stehen mit Transparenten und Plakaten während einer Protestkundgebung der Gewerkschaft Verdi gegen eine mögliche Zerschlagung der Nord/LB vor dem Gebäude der Norddeutschen Landesbank in Hannover.
Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover . Getrieben von der Sorge um ihre Arbeitsplätze haben am Mittwoch rund 250 NordLB-Mitarbeiter in Hannover gegen eine mögliche Privatisierung und Zerschlagung ihrer Bank demonstriert. Nach einem Protestzug durch die Innenstadt überreichten sie Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) vor dem Landtag die Ergebnisse einer Unterschriftenaktion.

Verhandlungen laufen

Der Protest findet inmitten laufender Verhandlungen über die künftige Eigentümerstruktur der NordLB statt. Derzeit arbeitet das Geldhaus gemeinsam mit den Eigentümern an einem Konzept zur Stärkung der Kapitalquoten und zur höheren Profitabilität. Im Rennen sind sowohl Banken wie Finanzinvestoren.

Bericht: Commerzbank-Angebot

Zu Informationen des "Handelsblatts", die Commerzbank habe ein unverbindliches Angebot zur Übernahme der NordLB abgegeben, wollte sich Hilbers nicht äußern. Er betonte, dass er bis Ende des Jahres eine Lösung anstrebe.

Verdi mischt mit

Die Demonstranten forderten den Erhalt einer öffentlichen Bank ohne private Investoren. Die Gewerkschaft Verdi unterstützt die Forderung der Mitarbeiter. Haupteigentümer der NordLB sind die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.