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Nach Todes-Fahrt in Hannover: Mordanklage gegen Raser

Der Leichnam des Mannes wird abtransportiert.
Der Leichnam des Mannes wird abtransportiert.
Foto: Peter Steffen/dpa
  • Fahrer betrunken und ohne Führerschein.
  • 82-Jährigen auf der Flucht getötet.
  • Auto war geklaut.

Hannover. Nach einem tödlichen Unfall in der Innenstadt von Hannover hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen einen 18 Jahre alten Raser erhoben. Dem jungen Mann werde vorgeworfen, Ende Juni einen Menschen aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Donnerstag in Hannover.

Mann auf der Flucht getötet

Auf der Flucht vor der Polizei hatte der Deutsche in der Fußgängerzone in Bahnhofsnähe einen 82-Jährigen überfahren. Über die Anklage hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet. Der 18-Jährige, der sich später der Polizei stellte, sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft.

Ihm wird auch vorgeworfen, betrunken und ohne Führerschein Auto gefahren zu sein und Fahrerflucht begangen zu haben. Den Wagen hatte er den Ermittlungen zufolge vor der Tat gestohlen. Der Wagen hatte nach Polizeiangaben ein Braunschweiger Kennzeichen.

Flucht zu Fuß

Nach dem Unfall krachte er mit dem Wagen gegen einen Ampelmast und flüchtete mit seiner 17-jährigen Beifahrerin zu Fuß weiter. Die junge Frau wurde zunächst festgenommen, als Zeugin gehört und danach wieder auf freien Fuß gesetzt.