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Kult-Moderatorin Stefanie Tücking ist tot: „Kumpeltyp, coole Rocklady, absolute Powerfrau“

Die Radio-Moderatorin Stefanie Tücking auf dem SWR3 New Pop Festival 2016.
Die Radio-Moderatorin Stefanie Tücking auf dem SWR3 New Pop Festival 2016.
Foto: imago/STAR-MEDIA
  • Stefanie Tücking ist im Alter von 56 Jahren in Baden-Baden gestorben
  • In den 80ern moderierte sie die einzige bundesdeutsche Musikvideosendung „Formel Eins“
  • Ihr Leben war geprägt von der Liebe zu Tieren, Natur und Rockmusik

Die Moderatorin der ARD-Kult-Sendung „Formel EinsStefanie Tücking ist tot. Mit ihrer rauchigen, unverkennbaren Stimme war sie dem Publikum bundesweit in den 90er Jahren bekannt. Nun starb sie plötzlich im Alter von 56 Jahren in Baden-Baden.

Stefanie Tücking: „Formel Eins“ in den 80ern einzige Musikvideosendung in Deutschland

Sie wurde von 1983 bis 1990 mit 307 Folgen zunächst in den Dritten Programmen der ARD ausgestrahlt.

1987 erhielt die damals 24-Jährige Stefanie Tücking die Goldene Kamera für ihre Moderation dieser Musikshow.

Stefanie Tücking war jedoch auch in anderen Fernsehproduktionen zu sehen - auch mit Reise-, Freizeit- und Sport-Themen. Auf den Bühnen der größten Festivals in Deutschland moderierte die ausgewiesene Musikexpertin, so auch beim SWR3 New Pop Festival oder bei Rock am Ring.

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Stefanie Tücking war „absolute Powerfrau“

„Stefanie hat Generationen von Menschen die Musik nahe gebracht und das seit 30 Jahren“, sagte SWR3 Programmchef Thomas Jung der Deutschen Presse-Agentur.

„Kumpeltyp, coole Rocklady, absolute Powerfrau, unprätentiös, keinerlei Starallüren. Das war Stefanie“, sagte Jung.

Wie reich an Erlebnissen, Eindrücken, Leidenschaft und Liebe für Tiere und Natur Tückings Leben war, konnte die Öffentlichkeit zeitweise auch in ihrem Blog verfolgen.

Dort beschrieb sie viele komische Szenen ihres Alltags, an denen häufig ihre zwei Hunde beteiligt waren.

In ihrem Blog schrieb Stefanie Tücking viel über ihr privates Leben

Stefanie Tücking wuchs in Kaiserslautern auf, machte dort Abitur. Diese Zeit beschrieb sie in ihrem Blog so: „Dann in die Welt gerannt und über das Kabelfernsehen zur Musiksendung Formel Eins gekommen. Das war der Wendepunkt, da war klar: Elektrotechnik und Kaiserslautern haben mich gesehen.“

Männer in ihrem Leben habe sie auf den Bowie-Faktor überprüft, schreibt Stefanie Tücking: „Sehen sie irgendwie anders aus, haben sie diesen leicht lächelnden Seitenblick drauf, bringen sie mich dazu ihnen zuzuhören, können sie tanzen, haben sie ungewöhnliche Klamotten an - und stehen sie ihnen auch. So’n Zeug halt.“

In Tückings Blog hinterlassen entsetzte Fans Nachrichten:

  • „Stefanie Tücking, das war „Die“ unverkennbare Stimme und das „unverkennbare Lachen“ und der Humor und die Moderatorin, die bestimmt (!) und mit Überzeugung alles auf den Punkte brachte, auch außerhalb der Musik. Es ist aber ein gutes Zeichen zu sehen und zu lesen, wievielen Menschen Stefanie als Radiofrau Nahe gestanden hat. Stefanie, du hast nicht umsonst gelebt. Du bleibst in Erinnerung.“
  • „Liebe Steffi, magst Du für alle Zeit mit James Brown jammen !!!!!“
  • „Wer die 1980er erlebt und durchlebt hat, der trägt sie im Herzen. Immer noch. Steffi gehört für mich dazu. Danke für die Stunden der Begleitung durch Nächte in denen ich gearbeitet und gefeiert habe. Und jetzt alles gute auf der Reise und in der Hoffnung Dich irgendwo und irgendwann wieder hören zu können.“
  • „Ein echter Verlust, der einen nachdenklich macht, was mir nicht bei vielen Menschen passiert, die ich nicht persönlich kenne.“

(ses/bs mit dpa)