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Frau verliert erst ihre Tochter – kurze Zeit später bekommt ihr Ehemann eine fürchterliche Diagnose

Trotz schwerer Schicksalsschläge schaffte Deborah Binner es, sich wieder aufzuraffen und will nun anderen Menschen Hoffnung machen. (Symbolfoto)
Trotz schwerer Schicksalsschläge schaffte Deborah Binner es, sich wieder aufzuraffen und will nun anderen Menschen Hoffnung machen. (Symbolfoto)
Foto: zerocreatives / imago/Westend61
  • Deborah Binner verlor innerhalb kürzester Zeit Tochter und Ehemann
  • Sie schaffte es trotzdem, sich von den Schicksalsschlägen zu erholen
  • Nun hat sie eine andere Sicht auf das Leben

Zuerst verlor Deborah Binner ihre Tochter an Krebs, kurze Zeit später ihren Ehemann an eine schwere Erkrankung.

Einige Menschen fragen sich, anfangs auch sie selbst, wie man nach solchen Schicksalsschlägen noch weitermachen kann.

Tochter klagt über Schmerzen im Bein: Krebs

In einem Beitrag für die Huffpost beschreibt Deborah Binner, was sie daraus gelernt hat, um mehr aus ihrem Leben zu machen.

Die erste Katastrophe in ihrem Leben drehte sich um Deborahs Tochter Chloe. Sie war hübsch, intelligent, charmant, konnte singen. Scheinbar schien in ihrem Leben alles perfekt zu laufen.

Der Moment, in dem sie „das Tor zur Hölle“ betraten

Doch als Chloe 15 Jahre alt war, klagte sie über Schmerzen in ihrem Bein. Die Ärzte spielten sie immer wieder herunter und taten sie als „Wachstumsschmerzen“ ab.

Irgendwann fingen die Schmerzen auch nachts an. Deborah vereinbarte einen Facharzttermin und dort erhielten sie die schockierende Diagnose.

Keine Therapie schlägt an

In Chloes Bein hatte sich ein Tumor gebildet. Sie wurde mit einer Chemotherapie, Strahlentherapie und mit mehreren Operationen behandelt, doch nichts half gegen den stark wuchernden Krebs.

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Am 28. Februar 2013 verstarb Chloe, gerade einmal zwei Wochen nach ihrem 18. Geburtstag.

Ehemann hatte ein seltsames Gefühl auf der Zunge

Dank ihrem zweiten Kind und ihrem Ehemann schaffte Deborah es, sich wieder aufzurappeln. Doch die Schocknachrichten nahmen kein Ende.

Ein Jahr nach Chloes Tod beklagte sich Deborahs Ehemann über ein eigenartiges Gefühl auf der Zunge.

Sehr seltene Krankheit

Beim Arzt kam dann die Horrornachricht: Er war an der Motoneuron-Krankheit erkrankt. Kurz gesagt nimmt die Krankheit nach und nach sämtliche Körperfunktionen.

Deborahs Mann machte ihr schnell klar, dass er die Krankheit nicht bis zum Ende durchstehen wollte und beschloss trotz heftigen Protestes seiner Frau, sein Leben im Oktober 2015 in einer Schweizer Sterbehilfe-Klinik zu beenden.

Deborah schaffte es, sich zu erholen

Nach anfänglichen Selbstmordgedanken fand Deborah dennoch die Kraft, weiterzumachen. Sie wollte ihre Erfahrungen nutzen, um anderen zu helfen.

Sie setzt sich für bessere Krebs-Medikamente für Kinder ein, schrieb ein Buch, beantwortete Briefe. Alles um Chloe und Simon in Ehren zu halten. Denn die beiden waren Kämpfer und gaben auch in scheinbar aussichtslosesten Situationen nicht auf.

Die kleinen, unwichtigen Dinge kümmern sie nicht mehr

Daran wollte Deborah festhalten und irgendwie hat sie das geschafft. Die Erinnerung an die beiden wird sie nie vergessen. Täglich erinnert sie sich daran, wie schön, wundervoll und kurz das Leben sein kann.

Mittlerweile zerbricht sie sich nicht mehr den Kopf darüber, ob sie alt aussieht oder das Haus aufgeräumt ist.

Nur Familie und Freunde zählen

Sie konzentriert sich nun voll und ganz auf ihre Familie und Freunde. (db)