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So soll Viagogo seine Kunden abzocken – und das tut Helene Fischer dagegen

Helene Fischer wehrt sich gegen Viagogo.
Helene Fischer wehrt sich gegen Viagogo.
Foto: Dominik Göttker

Jeder Fan ist traurig, wenn die Tickets für seinen Lieblingskünstler ausverkauft sind und er keines mehr ergattert hat. Dann wird manchmal frustriert im Internet nach Lösungen gesucht. Und genau das soll sich das Ticket-Portal Viagogo zunutze machen. Ticketanbieter, Verbraucherzentrale und Veranstalter warnen vor Betrug im Internet.

Bei Viagogo können Tickets weiterverkauft werden, wenn die Besitzer verhindert sind. Ähnlich wie bei Ebay werden sie dann dort angeboten. Doch Kritiker sprechen von einem „legalen Schwarzmarkt“. Darüber berichtet die Bild.

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Demnach hätten sich schon mehrere Vorwürfe gegen Viagogo angesammelt. Hier ein Überblick:

  • Viagogo habe bereits Tickets angeboten, die noch gar nicht im offiziellen Vorverkauf zu erwerben waren. So war es beispielsweise bei den Deutschland-Konzerten von Adele im Jahr 2016 oder zur diesjährigen Fußball-WM.
  • Das Ticket-Portal kaufe viele Tickets über Mittelmänner selber und bestimme so den enorm hohen Wiederverkaufswert.
  • Außerdem seien die Gebühren außerordentlich hoch und nicht transparent, die Viagogo für den Verkauf verlangt.
  • Viagogo verkauft personalisierte Tickets weiter, die nur die Person auch zum Konzert zulassen, die sie tatsächlich gekauft hat. Erwirbst du so ein Ticket, wirst du trotz Karte nicht eingelassen. Das war beim Vorverkauf für die anstehenden Rammstein-Konzerte der Fall. Ruck zuck waren alle offiziellen Tickets weg. Für 1.000 Euro (!) konntest du wenig später ein Ticket bei Viagogo erwerben. Die Band hat geklagt, setzte eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Hamburg durch. Nichtsdestotrotz sollst du weiterhin dort Tickets kaufen können. Das Portal halte sich nicht an die einstweilige Verfügung.
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  • Helene Fischer wollte den Betrug über Viagogo sogar bereits vor ihrer vergangenen Tour verhindern. Da auch hier schon Tickets vor dem offiziellen Start angeboten wurden, schaltete die Sängerin gemeinsam mit dem Veranstalter Anwälte und den Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft ein. Sie erreichten, dass der Weiterverkauf nur zum Originalpreis zulässig war. Somit war hier für das Ticket-Portal kein Geld zu machen. Auch wurde ebenfalls eine einstweilige Verfügung erfolgreich umgesetzt.

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Schadenersatzklage gegen Viagogo werde vorbereitet

Dr. Johannes Ulbricht vom Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft kämpft gegen die Schweizer Firma Viagogo. Derzeit werde eine Schadenersatzklage vorbereitet. Weitere Gerichtsverfahren sollen folgen. Eine Gesetzesänderung ist dabei das Ziel. (js)