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So kämpft die SG Wattenscheid 09 ums Überleben – und DU kannst dem Traditionsverein helfen!

Die SG Wattenscheid 09 trägt seit 1965 ihre Heimspiele im Wattenscheider Lohrheidestadion aus.
Die SG Wattenscheid 09 trägt seit 1965 ihre Heimspiele im Wattenscheider Lohrheidestadion aus.
Foto: imago/Revierfoto

Bochum. In schweren Zeiten zeigt sich, was Solidarität bedeutet. Die SG Wattenscheid 09 erlebt das momentan. Und doch geht an der Lohrheide in diesen Tagen die Angst um. Mehr denn je.

Der Fußball-Regionalligist war in den letzten Jahren schon oft am Boden. Bisher haben sich die 09er jedoch immer irgendwie berappelt. Jetzt scheint die Situation aber so brenzlig wie nie zu sein. Der Verein benötigt 350.000 Euro. Die Uhr tickt.

Hilferuf aus Wattenscheid

Noch bis kommenden Montag, 14. Januar, läuft eine eigens gestartete Crowdfundig-Aktion. Dann könnte sich das Schicksal des einstigen Bundesligisten entscheiden.

Mehr als 1.700 Menschen haben schon gespendet. Sie alle wollen dem Kultverein helfen. Aber bis jetzt hat die SGW nicht einmal die Hälfte der fürs Überleben nötigen Summe eingesammelt.

Die meisten Unterstützer sind Einzelpersonen, die einen eher kleineren Betrag locker machen können. Die Fans sammeln Spenden und versteigern ihre eigentlich so geliebten Erinnerungen. Alte Trikots aus besseren Zeiten zum Beispiel. In Wattenscheid freut man sich über jeden Gönner – das betonen die Verantwortlichen immer wieder. Allein was fehlt, sind größere Spendensummen.

Wenn du wissen möchtest, wie du die SG Wattenscheid unterstützen kannst, wirst du hier fündig.

SGW muss zwei Nackenschläge hinnehmen

Schon zwei Mal mussten größere Summen zurückgebucht werden, weil es jemand nicht ehrlich meinte. Das waren Nackenschläge für die tapfere kleine Fangemeinde, die es zwischen ihren Nachbarn aus Schalke, Dortmund, Bochum und Essen noch nie leicht hatte.

Rettet die SG Wattenscheid 09 - Crowdfunding Aktion
SG Wattenscheid 09

Zumal es bei der SGW um mehr geht als um die Rettung einer Regionalliga-Mannschaft. Es geht auch um die mehr als 200 Jugendspieler, die für die Schwarz-Weißen auflaufen. Der Traditionsverein war schon immer auch ein Zufluchtsort für Kinder und Jugendliche. Nicht selten kamen diese aus sozial schwächeren Familien.

Viele Spieler sind an der Lohrheide groß geworden – zum Beispiel die Altintop-Brüder, Kerem Demirbay und nicht zuletzt auch Leroy Sané. Vor allem auf Letzteren hoffen viele 09-Fans insgeheim. Sicher könnte der Manchester City-Profi die fehlende Summe im Alleingang überweisen. Aber das stehe einem nicht zu, so etwas zu verlangen, heißt es vom Verein.

Bemerkenswert ist und bleibt die Einstellung der Wattenscheider Spieler. Obwohl sie seit längerem auf ihr Gehalt verzichten müssen, geben sie neben und auf dem Platz alles. Zuletzt haben sie den Regionalliga-Spitzenreiter Viktoria Köln mit 3:0 nach Hause geschickt.

Wattenscheid - das gallische Dorf

Ob diese offenbar charakterstarke Truppe aber überhaupt noch einmal auflaufen darf, liegt nicht mehr in ihrer Hand. Aber noch gibt das gallische Dorf des Ruhrgebiets die Hoffnung nicht auf. Das würde auch nicht passen.