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„Markus Lanz“ im ZDF: Das sagt Armin Laschet zur Kanzlerkandidatur

Armin Laschet sorgt sich vor einem Rechtsruck in der CDU
Armin Laschet sorgt sich vor einem Rechtsruck in der CDU
Foto: Federico Gambarini/dpa

Hamburg. Bei „Markus Lanz“ im ZDF erzählte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch direkt zu Beginn, wie er von dem Hackerangriff und Datendiebstahl betroffen war. Seine Telefonnummer wurde im Netz veröffentlicht: „Seitdem sie im Internet stand, riefen Leute auch zu nächtlichen Zeiten an. Es gab wüste Beschimpfungen per SMS“, erzählt der CDU-Politiker vor den anderen Gästen, dem Journalisten Markus Feldenkirchen, der Sängerin Francine Jordi und dem Entertainer Jürgen von der Lippe.

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Laschet bei „Markus Lanz“ im ZDF: Politiker sind privat leichtsinnig mit Daten

Wächst die Sorge vor dem Diebstahl seiner Daten? „Man kann nicht ständig unter einem Verfolgungswahnleben“, sagt Laschet. Politiker seien in dieser Frage zwar sehr sensibel, die Regierungshandys seien alle gesichert aber: „Im Privaten sind viele manchmal sehr leichtfertig.“

Auf Lanz' Frage nach seinem Passwort, scherzt Laschet: „Lanz Markus“. „Ich hätte getippt auf Kanzler2019“, kontert der ZDF-Moderator und spielt dabei auf eine mögliche Kandidatur an.

Armin Laschet der Nachfolger von Angela Merkel im Kanzleramt?

„Ausschließen soll man im Leben nie etwas“, sagt der NRW-Ministerpräsident. Lanz wertet das als klare Ansage, Laschet relativiert: „Wir haben eine Parteivorsitzende, die hat größte Chancen, die nächste Kanzlerin zu werden“, gibt sich Laschet mit einem Schmunzeln diplomatisch über die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer.

„Ich glaube, die Situation ist sehr offen“, ordnet der Journalist Markus Feldenkirchen Laschets Chancen ein. Kramp-Karrenbauer habe einen guten Start gehabt, aber in diesem Jahr stünden drei wichtige Wahlen an. „Ob sie dann immer noch so gut dasteht, das ist völlig offen“, sagt Feldenkirchen.

Darum wollte Armin Laschet kein CDU-Chef werden

Kramp-Karrenbauer hatte sich bei der Wahl zum Parteivorsitzenden gegen die beiden Gegenkandidaten aus NRW, Friedrich Merz und Jens Spahn durchgesetzt. Laschet erzählt bei „Markus Lanz“, warum er seinen Hut nicht in den Ring geworfen hat. „Ich war gerade ein Jahr ungefähr Ministerpräsident in diesem großen Bundesland, was jetzt viel Kraft und Einsatz erfordert“, erklärt der Landeschef.

Auf der einen Seite in Berlin mit der großen Koalition zu verhandeln und an der anderen in NRW mit Schwarz-Gelb, wo es andere Schwerpunkte gebe, sei für den CDU-Politiker keine Option gewesen. „Ich will das bei uns gut machen“, sagte Laschet.