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„Bares für Rares“ im ZDF: Bergisch Gladbacherin pokert – und erhält dafür unerwartet hohe Summe

Foto: Screenshot ZDF

Bergisch Gladbach. Seit den Achtzigerjahren ist die Brosche schon im Besitz von Irene Schiedges aus Bergisch Gladbach. Doch jetzt möchte sich die 67-Jährige von dem Präsent trennen und ist deshalb bei „Bares für Rares“ im ZDF gelandet.

Während sich Wendela Horz die Brosche ansieht, will Horst Lichter wissen, was es mit der Geschichte des Schmuckstücks auf sich hat. Die Bergisch Gladbacherin erklärt: „Ich habe sie von meiner Schwiegermutter Anfang der Jahre bekommen. Mein Schwiegervater hat sie meiner Schwiegermutter zur Verlobung 1939 überreicht.“

„Bares für Rares“ im ZDF: Brosche ist ein Unikat

Und weiter: „Ich finde die Brosche sehr aufregend und außergewöhnlich, weil die Steine so eigenartig angeordnet sind. Ich bin sehr fasziniert davon, trage sie aber nicht und möchte sie gerne wieder ans Licht der Welt bringen.“

Wendela Horz hat die Brosche indes analysiert: „Es ist eine Handarbeit. Das sieht man ganz schön auf dieser Ornamentenreihe am Rand. Die Drähte sind gebogen und von Hand aufgelötet. Dreht man die Brosche um, dann kann man sehen, dass das Goldblech in der Mitte von Hand gesägt wurde.“

Die Steine sind grüne Turmaline, beim Gold handelt es sich um 585er Gold. Der Aussage von Wendela Horz nach ein äußerst „unglaublich interessanter Stein. Von ihm gibt es keine Synthesen.“ Aufgrund der Komplexität wäre es nämlich zu teuer, ihn herzustellen. Die Schmuckexpertin hat ein eindeutiges Fazit: „Diese Nadel wurde von Hand gemacht.“ Auch für die eigenartige Anordnunggibt es eine Erklärung: „Es ist nunmal Handarbeit. Aber der Goldschmied hatte eine Idee, sonst hätte er sie ganz symmetrisch angeordnet.“

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Schätzung der Expertin: 350 Euro

Irene Schiedges hofft, für das Unikat 300 Euro zu bekommen. Was schätzt die Expertin? „Der Materialwert liegt bei 220 Euro. Aber wir haben hier eine handgearbeitete Brosche aus den Dreißigerjahren und da muss ich natürlich höher als den Materialwert schätzen: 350 Euro.“

Dann geht es für die Zoopädagogin zu den Händlern – die zeigen großes Interesse an dem Art-Deco-Einzelstück. „Zeitlos, interessant, neuwertiger Zustand“, so lautet das Fazit der Händler.

Bergisch Gladbacherin: Das möchte sie mit dem Geld machen

Besonders erfreulich für die 67-Jährige: Das Anfangsgebot beginnt bereits bei 350 Euro. Einige Runden später halten die möglichen Käufer dann kurz inne – bei 500 Euro liegt da das Angebot. „Was sagt die Dame?“, wollen die Händler wissen. Und die Bergisch Gladbacherin pokert: „Ich warte mal ab. Ich bin mit der Vorfreude hergekommen, das ist wie Weihnachten und eine Bescherung, deshalb warte ich noch.“

Dieser Zug lohnt sich durchaus: Am Ende werden es dann noch 550 Euro. Mit dem Geld möchte Irene Schiedges aus Bergisch-Gladbach eine Orang-Utan-Patenschaft übernehmen.

Die ganze Folge „Bares für Rares“ im ZDF kannst du hier anschauen.