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Edeka feiert sich für diese Neuheit – doch das geht mächtig nach hinten los

Die Fillialleitung von Edeka wollte wohl Applaus, doch bekommen hat sie einen Shitstorm.
Die Fillialleitung von Edeka wollte wohl Applaus, doch bekommen hat sie einen Shitstorm.
Foto: imago/STPP
  • Edeka preist in einem Facebook-Post neues Salatbesteck an
  • Doch das Holzbesteck ist in Plastik eingetütet
  • Diese Tatsache zieht den Zorn vieler Nutzer in sozialen Medien auf sich

Es ging eigentlich nur um ein auf Facebook veröffentlichtes neues Edeka-Angebot. Doch daraus ist ein Shitstorm entstanden, der sich gewaschen hat. In einem enthusiastischen Facebook-Post zeigt sich der Einzelhändler Edeka Johansen, aus Rheinland Pfalz ziemlich begeistert. Es preist dabei ein neues Holzbesteck an der Salatbar an.

Offenbar erwartete die Filialleitung von ihren Kunden vor allen Dingen ein fettes Lob für den Umstieg auf Holz. Doch diese Erwartungshaltung sollte sich schnell als unzutreffend erweisen. Denn das so fortschrittlich anmutende Holzbesteck, war komplett in Plastik eingeschweißt. Diese Tatsache zog den Zorn vieler Nutzer in sozialen Medien auf sich.

„Holzbesteck dafür in Plastik einpacken. Macht total Sinn“

Sarkastische Kommentare und ein regelrechter Shitstorm waren die Folge. „Ein weiterer Schritt zum Thema Nachhaltigkeit“, schreibt Edeka Johansen im Facebook-Post. In den sozialen Medien machten sich Nutzer über diese Werbeaktion von Edeka lustig. „Holzbesteck dafür in Plastik einpacken. Macht total Sinn“, so ein Twitter-User ironisch.

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Hunderte Reaktionen auf Facebook und Twitter - Edeka reagiert

Eine weiterer Twitter-Nutzer wirft zum Holzbesteck im Plastikgewand die Frage auf, ob es überhaupt Sinn mache, dafür mehr Bäume zu fällen. Nach Hunderten Reaktionen auf Facebook und Twitter hat die Edeka-Filliale die Reißleine gezogen. Ob es nach dem Shitstorm auch das gesamte Besteck an der Salatbar umgestellt wurde, ist nicht bekannt.

Seit Januar 2019: Edeka muss Verpackungsgesetz anwenden

Hinter der Aktion steckt jedoch eine größere Problemstellung. Der Einzelhändler muss sich wegen dem neuen Verpackungsgesetz seit Januar intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Das Gesetz soll helfen, dass mehr Verpackungen eingesammelt und recycelt werden.

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Discounter verzichten auf „überflüssige Einweg-Plastikartikel“

Andere Discounter, wie Rewe und Lidl verzichten bereits auf Einwegplastik-Produkte. Auch andere „überflüssige Einweg-Plastikartikel“ will Aldi Schritt für Schritt auf umweltverträglichere Materialien umstellen oder durch Mehrweglösungen ersetzen, wie die Supermarkt-Kette erklärte. (mj)

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