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Rebecca Reusch: Polizei macht unerträgliches Geständnis

Der Fall Rebecca: Eine Chronologie

Rebecca Reusch (15) ist am 18. Februar spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass die 15-Jährige das Haus des Schwagers und ihrer Schwester nie lebend verlassen hat. Der Schwager von Rebecca Reusch saß in Untersuchungshaft, ist mittlerweile auf freiem Fuß.

Rebecca Reusch (15) ist am 18. Februar spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass die 15-Jährige das Haus des Schwagers und ihrer Schwester nie lebend verlassen hat. Der Schwager von Rebecca Reusch saß in Untersuchungshaft, ist mittlerweile auf freiem Fuß.

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  • Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit über drei Monaten vermisst
  • Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schülerin tot ist
  • Die Polizei machte ein großes Geständnis

Berlin. Seit über drei Monaten wird sie vermisst: Rebecca Reusch aus Berlin. Von der 15-Jährigen fehlt jede Spur, der Kriminalfall bleibt weiter rätselhaft.

Schnell geriet der Schwager von Rebecca Reusch unter Verdacht, die Schülerin getötet zu haben. Der 27-Jährige saß deswegen in Untersuchungshaft, wurde jedoch aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen. Rebecca Reusch verbrachte das Wochenende vor ihrem Verschwinden bei ihrer Schwester und ihrem Schwager. Die Polizei geht seit längerem davon aus, dass die 15-Jährige deren Haus nicht lebend verlassen hat.

Alles zu dem bewegenden Kriminalfall Rebecca Reusch aus Berlin liest du in unserem News-Blog.

+++ Hier kannst du den Newsblog aktualisieren +++

Montag, 20. Mai:

Die Hoffnung der Familie: Ihre „Becci“ lebt noch. Rebeccas Schwester Vivien hat erneut ein rührendes Bild von sich und ihrer Schwester bei Instagram geteilt. Es zeigt Rebecca und sie in schicken Kleidern. Vermutlich vor einem Schulball oder einer Hochzeit. Aufgenommen wurde das Bild vor genau einem Jahr.

Samstag, 18 Mai:

Es ist ruhig geworden um die vermisste Rebecca. Die Ermittler werten weiter die tausenden Hinweise aus, die nach dem Verschwinden der 15-Jährigen eingegangen sind. Die heiße Spur fehlt allerdings noch immer.

Deshalb hat die Polizei nun gegenüber „Bild“ eingestanden, dass die Suche nach dem Mädchen vorerst eingestellt wird. „Die strukturierten Suchmaßnahmen nach Rebecca wurden im April vorläufig abgeschlossen.“

Rebeccas Eltern wollen den Glauben daran nicht verlieren, ihr Mädchen irgendwann lebend wieder zu sehen. Mit einem emotionalen Brief haben sie sich jetzt an ihre Tochter gewandt. „Wir sind verloren in unserer Angst und jeden Tag schwindet die Hoffnung, dich jemals wiederzusehen. Wir sind erstarrt in unserer Trauer, alles verhärtet sich innerlich in uns und doch funktionieren wir jeden Tag“, zitiert Fernsehsender RTL aus dem Brief.

Wie sehr die Familie seit dem Verschwinden von Rebecca leidet, zeigen weitere Zeilen der Eltern: „Wir stehen am Fenster starren hinaus und denken jetzt... Jetzt musst du doch kommen, doch stattdessen fahren die Autos ganz langsam an unserem Haus vorbei und schauen zu uns rüber... rüber zu Eltern, die trauern. Was für eine Sensation!“

+++ Vermissten-Experte erklärt, was im Fall Rebecca schief gelaufen ist +++

Sonntag, 12. Mai:

Nun hat sich auch Rebeccas Vater, Bernd Reusch (55) erneut an die Öffentlichkeit gewandt. Mit der Bild sprach Reusch über das Verschwinden seiner Tochter Rebecca. „Es gibt nichts Neues. Die Polizei sagt, die Polen-Geschichte sei geprüft, da sei nichts dran.“ Mit der „Polen-Geschichte“ meint Reusch die Hinweise, dass Rebecca angeblich in Krakau gesehen wurde.

Auch über seinen Schwiegersohn sprach Bernd Reusch: „Ich bin mir sicher, die Polizei verdächtigt immer noch meinen Schwiegersohn.“ Dieser wurde zwar aus Mangel an Beweisen freigelassen worden. Die Polizei scheint ihn aber immer noch im Verdacht zu haben.

Sein Schwiegersohn habe nunmehr sein Leben wieder aufgenommen. Er arbeitet in einem Hotel-Restaurant. Die Kunden würden aber nicht so gut auf ihn zu sprechen sein, so Reusch. So stehe der Verdacht ja immer noch im Raum. Seine Kollegen würden ihn aber gut behandeln.

Mittwoch, 8.Mai:

6.15 Uhr: Rebecca Reuschs Schwester Vivien hat die Hoffnung, dass ihre Schwester noch lebt, noch nicht aufgegeben. Immer wieder teilt sie Erinnerungen auf ihrer Instagram-Seite. So auch dieses herzzerreißende Bild.

Das Bild stamme aus dem letzten gemeinsamen Urlaub, so Vivien.

„Ich schau mir die Bilder von unserem letzten gemeinsamen Urlaub an und es bricht mir HERZ. Wo bist du nur? Was ist mit dir passiert? Es macht mich unglaublich fertig. Ich bin so unfassbar TRAURIG. Ich kann meine Gefühle schlecht in Worte fassen, der Gedanke auf all diese Fragen keine Antwort zu haben, macht mich kaputt. Du fehlst mir so sehr. Ich liebe dich, meine Prinzessin„, schreibt die Schwester emotional.

Rebecca Reusch (15) aus Berlin vermisst: Familie geht drastischen Schritt

Montag, 6. Mai:

Rebecca Reusch wird seit rund zweieinhalb Monaten vermisst. Noch immer fehlt von der Schülerin jede Spur. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Berlin dieser Redaktion am Montag. „Viele wollen sie lebend gesehen haben. Wir haben schon Hinweise aus jeder Ecke der Welt bekommen“, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Eine heiße Spur sei aber bislang nicht dabei gewesen.

Die Behörde geht weiter davon aus, dass die 15-Jährige nicht mehr am Leben sei, sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Dass sie irgendwo festgehalten wird, sei derzeit unrealistisch, so die Staatsanwaltschaft.

Donnerstag, 2. Mai:

Der Brandenburger Polizei steht Ärger ins Haus: Die durch den Fall Rebecca bekannt gewordene automatische Erfassung von Autokennzeichen ist möglicherweise verfassungswidrig. Die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichten über Zweifel von Sicherheits- und Datenschutzexperten, ob die Erfassung gesetzeskonform ist. Die Innenexpertin der Grünen in Brandenburg spricht von einer „sehr laxen Rechtsauffassung“.

Im Polizeigesetz gebe es demnach keine Grundlage, die gilt nur für Gefahrenabwehr, etwa wenn Suizidverdacht besteht. Kennzeichen anderer Fahrzeuge werden gelöscht.

Donnerstag, 25. April:

Rebeccas Familie unternimmt bei der Suche nach der vermissten mittlerweile drastische Schritte. Ihre Schwester Vivien erklärte im Sat.1-Interview, dass die Familie immer wieder Hinweise erhalte und diesen zum Teil auch selbst nachgehe. „Mein größter Wunsch ist, dass wir Rebecca finden, wohlbehalten“, so Vivien.

+++ Rebecca Reusch vermisst: Forensiker Mark Benecke – „Die Leiche ist für den Fall nicht das Entscheidende“ +++

Dienstag, 23. April:

12 Uhr: Vivien Reusch äußerte sich nun im Sat1-Frühstücksfernsehen zu dem Verschwinden ihrer kleinen Schwester Rebecca. Sichtlich aufgewühlt berichtet sie von den Wochen, seit dem Verschwinden ihrer Schwester. „Es gibt keine klare Aussage, dass sie lebt, dass sie tot aufgefunden wurde, es ist einfach... sie ist einfach nicht da“, berichtet Vivien. Für sie sei es nur schwer zu ertragen, dass die Polizei bereits davon ausgeht, dass die vermisste Schülerin tot ist. „Seit dem fünften Tag ihres Verschwindens. Direkt von Anfang an wurde von einer Leiche gesprochen oder einem vermutlichen Tötungsdelikt“, berichtet sie bei Sat1. Und weiter: „Ich verstehe es nicht und jedes Mal bekomme ich kaum Luft und mein Herz stockt und ich verstehe es nicht.“

Nur durch den Zusammenhalt innerhalb der Familie schafft sie es, stark zu bleiben. Wer auch zu dieser Familie gehört: Schwager Florian R. Der Mann, den die Polizei schon seit längerem verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden der 15-jährigen Berlinerin zutun zu haben. Dennoch: Die Familie stand und steht hinter Florian R. Die Frage, ob die Familie jemals an Florian R. gezweifelt habe, verneint Vivien. Mehr möchte die alleinerziehende Vivien nicht über ihr Verhältnis zu Florian R. verraten.

Sie erklärt allerdings, dass er seit der Untersuchungshaft ein nervliches Wrack sei. „Wenn man ins Gefängnis kommt, auch wenn es nur die Untersuchungsaft ist, es macht etwas mit einem Menschen. Und ob man da ist, weil man etwas geklaut hat oder jemanden ermordet haben soll, das macht einen Unterschied. Ob man wegen einem Vergehen an einem Kind oder an einem Erwachsenen dort ist, es sind Welten. Mehr sage ich dazu nicht.“

11.28 Uhr: Nun will die Polizei die Spur nach Polen offenbar doch verfolgen. Das erzählte Rebeccas Vater im Gespräch mit „Bild“: „Die Polizei hat mir mittlerweile mitgeteilt, dass sie Kontakt mit den Kollegen in Polen aufgenommen hat. Wir hoffen, dass man da was herausfinden kann“ Die Polizei selbst wollte sich dazu bisher nicht äußern.

Sonntag, 21. April:

17.35 Uhr: Seit zwei Monaten wird Rebecca Reusch vermisst. Das Osterfest muss die Familie Reusch nun ohne die 15-Jährige verbringen. „Die Familie ist zusammen, also die, die noch da sind, mit denen werden wir etwas machen. Das Leben geht weiter“, sagte Vater Bernd Reusch vor den Feiertagen gegenüber RTL.

Die Hoffnung haben sie nicht aufgegeben, Rebecca wiederzufinden. Nichtsdestotrotz wolle die Familie so normal wie möglich weitermachen. „Wir sind eine Familie und wir haben den Geburtstag meiner Enkelin gefeiert und bei uns ist alles schön", sagte auch die Mutter gegenüber RTL. Doch dabei musste sie sich über die Augen reiben.

Freitag, 19. April:

21.10 Uhr: Ein Anruf aus Polen gibt der Familie von Rebecca Reusch Hoffnung. Ein Mann aus Polen will Rebecca in einem Einkaufszentrum gesehen haben. Zudem habe er sich zuhause nochmal genau vergewissert, dass es das Mädchen auf den Vermissten-Fotos gewesen ist. Und bestätigte seine Aussage dann erneut.

Die Familie ist vor allem wegen eines Details neuer Hoffnung: Der Mann erwähnte eine Zahnspange und dass das Mädchen, das er gesehen hat, eine Zahnspange getragen habe. Dieses Detail sei bisher nicht bekannt gegeben worden.

Doch die Polizei habe keinerlei Veranlassung dem Tipp nachzugehen, erklärte die Familie. Das wiederum sorge für Unverständnis bei den Eltern und Schwestern von Rebecca Reusch. Das erzählt Rebeccas Vater bei RTL.

Donnerstag, 18. April:

19.26 Uhr: Gab es vor dem Verschwinden von Rebecca etwa Streit mit Mitschülern? Davon berichten die Eltern der vermissten Rebecca. Ein zehnjähriges Mädchen habe demnach beobachtet, dass Rebecca sich vor der Schule mit einigen Jungs stritt, die sie festhielten.

„Das Mädel hat gegen 16 Uhr am 18. April – also an dem Tag an dem Rebecca verschwunden ist – miterlebt, dass ein großes Mädchen Streit hatte mit mehreren Jungs", sagte Bernd Reusch gegenüber RTL. Es soll dabei auch darum gegangen sein, dass das Mädchen die Schule verlassen wollte. Tatsächlich hatte Rebecca genau das vor.

„Das ist genau das, was wir schon länger mit Rebecca besprochen haben, dass sie das Abitur lieber woanders machen möchte“, sagt ihr Vater. „Unserer Bekannten hat sie berichtet, dass das Mädchen hübsch und groß war und dass sie fürchterlich geweint hat“, so Bernd Reusch über den Hinweis. Das Mädchen habe sich losreißen und wegrennen können. War es etwa Rebecca? Das würde der Theorie der Polizei widersprechen. Die Ermittler gehen davon aus, dass Rebecca das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen hat.

16.09 Uhr: „Es hat jemand angerufen und gesagt, dass er Rebecca in Polen gesehen hat, in einem Kaufhaus in Begleitung eines Mannes“, erzählt Rebeccas Vater im RTL-Video. Der Informant habe sich zu Hause nochmal vergewissert und ist sich sicher: es war Rebecca.

Vor allem ein Detail gibt der Familie Hoffnung: „Der Mann hat die Zahnspange erwähnt.“ Rebecca trage in der Tat eine Zahnspange. Das sei bisher nicht berichtet worden. Das Mädchen habe wohl deutsch gesprochen, so der männliche Informant: „Der Mann meinte, dass man ihr nicht ansah, dass sie sich unwohl fühlte oder ähnliches“, erzählt Rebeccas Vater.

Jeder Hinweis der Familie würde gemeinsam beraten: „Wir besprechen alles. Was kann man glauben, was ist gut, was ist schlecht“, so Mutter Brigitte Reusch. Man habe sogar überlegt nach Polen zu fahren und selbst zu suchen. Sei dann aber wieder von der Idee abgekommen. „Wir würden uns dort gar nicht zurechtfinden."

9.12 Uhr: Auch wenn es so wirkt: Der Fall Rebecca ist für die Ermittler längst nicht abgeschlossen. „Das ist alles andere als ein Cold Case“, so Martin Stelter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin im Gespräch mit RTL. Er wehrt sich auch gegen die Vorwürfe von Rebeccas Familie.

Die hatte die Arbeit der Ermittler immer wieder kritisiert - auch weil Rebeccas Schwager ins Visier der Polizei geraten war. Derlei Kritik nimmt Stelter nicht an und sagt in Richtung der Familie: „Wir haben keine Veranlassung gegeben, uns zu kritisieren.“

Mittwoch, 17. April 2019:

20.40 Uhr: Führt die Spur von Rebecca nach Polen? RTL berichtet, dass der Familie Spuren nach Krakau vorliegen würden. Die Eltern von Rebecca würden demnach immer wieder Hinweise auf den Verbleib ihrer Tochter kriegen. So seien sie gemeinsam mit dem RTL-Reporter Heinz Kegl nach Rostock gefahren, um dort Hinweisen nachzugehen. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Martin Steltner dazu: „Wir gehen allen Hinweisen nach.“ Doch etwas Konkretes gebe es derzeit nicht. Befürchtungen, der Fall könnte zu einem Cold Case werden, gibt er eine Absage: „Es ist kein Cold Case in Sicht."

Auch auf die Kritik der Familie, wonach die Ermittler sie nicht informieren würde, lässt er nicht gelten: „Wir haben keine Veranlassung gegeben, uns zu kritisieren.“

15.24 Uhr: Zwei Monate ist die 15-jährige Rebecca Reusch jetzt schon verschwunden. Noch immer fehlt jede Spur. Eine Anwohnerin des Hauses des Schwagers, in dem Rebecca sich zuletzt aufhielt, berichtet davon, dass ihre Nachbarin das Mädchen noch am Tag ihres Verschwindens gesehen habe. „Meine Nachbarin ist sich zu 100 Prozent sicher, dass sie Rebecca gegen 10.30 Uhr mit der rosa Jacke und der Decke über dem Arm gesehen hat, am Tag als sie verschwand“, sagt die 73-jährige Ludmilla Z. gegenüber „Bild“.

Auch in der Kneipe „Park-Eck“ sei Rebecca noch immer tägliches Gesprächsthema, erzählt Wirtin Heike Lieschied. „Hier glaubt keiner der Gäste, dass der Schwager es war, einige kennen ihn sogar, die sagen alle, er ist ein gutmütiger Mensch. Die Leute glauben hier, dass sie im Internet jemanden kennengelernt hat und mit dem abgehauen ist“, fasst sie zusammen. „Die eine Nachbarin soll Rebecca noch mit ihrer Decke gesehen haben und dann soll sie im Kofferraum gewesen sein? Das geht doch nicht.“

15.09 Uhr: Auch am Dienstag suchte die Polizei wieder am Herzberger See in Ost-Brandenburg, berichtet die Bild. Rund 35 Beamte und Helfer sollen laut einem Polizeisprecher dort im Einsatz gewesen sein. Auch ein Hubschrauber und Suchhunde kamen zum Einsatz.

Rebeccas Mutter erhebt in der „Bild“ schwere Vorwürfe gegen die Polizei. „Wir suchen unsere Tochter und die Polizei sucht die Leiche. Die graben lieber halb Brandenburg um“, so die erschöpfte Brigitte Reusch. „Die hängen sich an einem Whatsapp-Häkchen auf, laut dem meine Tochter noch eine Nachricht von mir bekommen, aber nicht gelesen hat. Deswegen müsse sie am Morgen noch im Haus gewesen sein. Ihr Handy könnte sich aber auch irgendwo anders nochmal eingeloggt haben!“, lautet ihr Vorwurf.

Sie sagt deutlich: „Ich bin in Trauer und auch wütend.“ Auch an der Polizei lässt sie kein gutes Haar. „Mein Schwiegersohn Florian ist ein Wrack, nachdem so mit ihm umgegangen wurde. Die Leute zeigen mit dem Finger auf unser Haus. Mit uns redet von der Polizei keiner mehr richtig. Sie müssten mal hören, wie die mit uns sprechen!“ Die Polizei rechtfertigt das Verhalten: „Aus ermittlungstaktischen Gründen wird zu Ermittlungsständen nicht alles gesagt, auch nicht der Familie gegenüber.“

8.45 Uhr: Vivien Reusch, Rebeccas Schwester, meldet sich mit einer emotionalen Nachricht auf Instagram. „Du kannst die Welt vielleicht nicht ändern. Aber deine Einstellung schon. Es sind nur ein paar Gedanken, die mich überkommen. Man sagt, man wächst mit seinen Aufgaben. Und ja, das kann so sein. Andernfalls geht man daran kaputt“, schreibt die große Schwester der Vermissten. Die Nachricht versieht sie mit den Hashtags #staypositive, #findbecci, #alwayspraying.

Dienstag, 16. April 2019:

17.22 Uhr: Profiler Axel Petermann hat sich auch gegenüber „Bild“ geäußert. Dort macht er Hoffnung. Ein Detail könne alles ändern: „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Vielleicht entwickelt sich aus einem kleinen Detail eine neue heiße Spur. Das ist nicht auszuschließen.“

14.42 Uhr: Die Berliner Polizei hat ihre Suche am Herzberger See in Brandenburg fortgesetzt. 35 Polizisten und Helfer sind im Einsatz. Auch Spürhunde und ein Hubschrauber werden eingesetzt.

8.00 Uhr: Axel Petermann, Deutschlands bekanntester Profiler, glaubt noch lange nicht an ein Ende der Suche. „Es ist jetzt noch definitiv zu früh, um von einem Cold Case zu sprechen. Für mich fängt ein Cold Case dann an, wenn die Ermittlungsgruppe und die Mordkommission alle Spuren, die eingegangen sind, überprüft haben und zu keinem Ergebnis gekommen sind, die Akten also in gewisser Weise dichtgemacht werden“, sagt Petermann dem RBB.

Er könne sich vorstellen, dass man versuchen werde, neue Beweise gegen den Schwager zu finden. Dazu sei es wichtig, den Ort zu finden an dem entweder Rebeccas Leiche liegt oder an dem sie versteckt gehalten wird. „Auch dieser Ort könnte Hinweise auf den Täter geben“, sagt Petermann.

Der „Bild“-Zeitung sagte Petermann: „Der Täter sollte sich jedenfalls nicht in den Ohrensessel legen. Wie dicht die Polizei an ihm dran ist, wissen wir gar nicht.“

Montag, 15. April 2019:

11.24 Uhr: Viele Fragen im Fall Rebecca sind weiterhin ungeklärt. Die Polizei verdächtigt noch immer ihren Schwager, etwas mit dem Verschwinden der 15-Jährigen zu tun zu haben. Schon zwei Mal wurde der Hauptverdächtige festgenommen. Beide Male musste er mangels Beweisen aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

Wie das „Spreeradio“ aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, habe die Mordkommission weitere Indizien zusammengetragen. Details dazu und ob diese Hinweise Rebeccas Schwager belasten, könne die Polizei wegen der laufenden Ermittlungen nicht mitteilen.

Fall Rebecca: Mehr Hoffnung als bei anderen Vermissten

08.01 Uhr: Fast zwei Monate sucht die Polizei nun nach der vermissten Rebecca. Neue Erkenntnisse gibt es nach dem Wochenende nicht – trotz der mittlerweile 2.200 eingegangenen Hinweise.

Dabei könnte es die Kriminalpolizei im aktuellen Fall sogar etwas einfacher haben als bei anderen Vermissten. Wenn Mädchen, seltener auch Jungen, auf dem Weg zur Schule oder nach Hause spurlos verschwinden, nicht wieder auftauchen und es auch keine Zeugen gibt, hat die Polizei fast nichts in der Hand. Manche dieser Fälle werden nie aufgeklärt.

Offen ist, wann das Verschwinden von Rebecca zu einem sogenannten Cold Case wird, einem ungeklärten Fall. Und wann die Akten erstmal weggestellt werden. Eins steht aber fest: Endgültig geschlossen werden die Akten nicht. Die Polizei geht von einem Mordfall aus - und Mord verjährt nie.

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Sonntag, 14. April:

Die Polizei sucht inzwischen seit fast zwei Monaten nach Rebecca Reusch. Die Suche soll aber weitergehen. Zuletzt hatten die Einsatzkräfte die Gegend um einen See im Osten von Brandenburg durchkämmt - wieder ohne Ergebnis.

Der Schwager des Mädchens steht immer noch unter Verdacht, ist aber auf freiem Fuß.

Samstag 13. April:

13.10 Uhr: Noch immer hat die Polizei Berlin keine neue Spur. Ob es am heutigen Tag neue Suchmaßnahmen geben wird, ist bislang unklar.

Freitag, 12. April:

10.01 Uhr: Schlechte Nachrichten für die Familie: Auch am Donnerstag blieb die Suche nach der vermissten Rebecca ohne Ergebnis. Wie bereits am Mittwoch konzentrierte sich der Einsatz auf die Gegend um den Herzberger See. Laut Polizei waren erneut Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) beim Durchkämmen eines Waldstücks beteiligt. Einsatzkräfte schritten mit Spaten durch den Wald. Ob auch am Freitag wieder gesucht wird, konnte der Sprecher am Abend noch nicht sagen.

6.18 Uhr: Vivien Reusch, die Schwester der Vermissten, gibt die Hoffnung nicht auf, Rebecca noch lebend zu finden. Fast acht Wochen wird die Schülerin schon vermisst. Dennoch teilt sie fast jeden Tag Bilder der Vermissten - und den Fahndungsaufruf.

Donnerstag, 11. April:

16.10 Uhr: Die Berliner Polizei hat ihre Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca in Brandenburg fortgesetzt. Wie bereits am Mittwoch konzentriere sich der Einsatz auf die Gegend um den Herzberger See, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Erneut waren Spezialisten des Technischen Hilfswerkes (THW) dabei. Einsatzkräfte schritten mit Spaten durch den Wald. Bis zum Nachmittag wurde laut Polizei nichts gefunden.

„Die Suchmaßnahmen sind abhängig von Ermittlungsergebnissen und Hinweisen", sagte eine Polizeisprecherin gegenüber RTL.

13.58 Uhr: Auch am Donnerstag suchen Polizisten wieder nach der vermissten Rebecca am Herzberger See. In welchem Umfang gesucht wird, ist zunächst unklar. Die Suche soll in einem ähnlichen Rahmen ablaufen wie am Tag zuvor.

11.40 Uhr: Auch ein weiterer Vermisstenfall beschäftigt Deutschland derzeit. In der Oberpfalz verschwand vor 43 Jahren die damals zwölfjährige Monika Fahrenholz. Jetzt kommt neue Bewegung in den Fall. (hier alle Details zum Fall)

10.01 Uhr: Vivien, die Schwester von Rebecca Reusch, veröffentlichte erneut ein Statement auf Instagram. Die alleinerziehende Mutter schreibt: „Never underestimate a strong woman. Never underestimate anyone.“ (Auf Deutsch: „Unterschätze niemals eine starke Frau. Unterschätze niemanden.“) Erst diese Woche sorgte die Berlinerin für Aufsehen: Sie teilte auf Instagram Bilder, die zeigen, wie viel sie unfreiwillig in den letzten Monaten abgenommen hat. Ob das allerdings in direktem Zusammenhang mit ihrer vermissten Schwester Rebecca steht, klärte sie nicht auf.

07.21 Uhr: Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde das Mädchen bis zum Ende der Aktion am Mittwochabend gegen 18 Uhr wieder nicht gefunden. Vor Ort waren wie schon bei früheren Einsätzen auch Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks zu sehen. Die Einsatzkräfte sind mit spezieller Technik ausgerüstet, etwa für Boden-Untersuchungen.

Was vor dem 11. April passierte, kannst du hier nachlesen.

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Rebecca Reusch in Berlin vermisst: Die Chronologie der Suche

  • 18. Februar: Rebecca Reusch (15) aus Berlin verschwindet spurlos. Sie hatte bei ihrer älteren Schwester und deren Familie im Stadtteil Britz übernachtet. In der Schule kam sie morgens nie an.
  • 19. Februar: Die Polizei veröffentlicht eine Vermisstenanzeige.
  • 21. Februar: Die Polizei geht mit der Suche an die Öffentlichkeit. Ihre Schwester wendet sich im Internet an die Bevölkerung und bittet um Hilfe
  • 23. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fotos und Infos über die Kleidung. Eine Gewalttat gegen die Jugendliche wird nicht mehr ausgeschlossen. Eine Mordkommission wird eingerichtet.
  • 26. Februar: Mit Flugblätter suchen Schwester und Freunde im Stadtteil Rudow.
  • 28. Februar: Der 27-jährige Schwager von Rebecca wird von der Polizei als Verdächtiger festgenommen.
  • 1. März: Die Spurensicherung durchsucht das Haus der Schwester. Der Schwager kommt wieder frei. Ein Tatverdacht besteht nach Ansicht des Richters nicht.
  • 4. März: Der Schwager wird nun doch verhaftet. Ein Haftbefehl liegt wegen des dringenden Verdachts des Totschlags vor. Der 27-Jährige kommt in Untersuchungshaft.
  • 6. März: Die Polizei veröffentlich Fotos des Schwagers und seines Autos. Der Wagen wurde nach dem Verschwinden von Rebecca und am Abend des nächsten Tages auf der Autobahn A 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von Kameras erfasst. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ befasst sich mit dem Fall.
  • 7.-9. März: Die Polizei durchkämmt mit einer Hundertschaft und Hunden ein Waldgebiet nahe dem Ort Kummersdorf südöstlich von Berlin. Auch Leichenspürhunde und Suchhunde für lebende Menschen sind im Einsatz.
  • 12./13. März: Bei dem Ort Rieplos nahe der Autobahn suchen Kriminaltechniker mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW). Sie vergleichen Reifenspuren.
  • 16. März: Die Polizei sucht mit Hunden entlang der Autobahn zwischen Berlin und der Grenze zu Polen.
  • 18./19. März: Die Mordkommission nimmt sich den Wolziger See südlich der Autobahn vor. Hundeführer aus Nordrhein-Westfalen fahren mit Leichenspürhunden auf einem Boot über den See. Die Hunde können Leichen durch aufsteigende Verwesungsgase riechen.
  • 20. März: Die Polizei sucht den Grund des Sees mit einem Echolot von einem Boot aus ab. Taucher steigen ins Wasser.
  • 21. März: Erneut werden Spürhunde an der Autobahn eingesetzt.
  • 22. März: Der Schwager von Rebecca kommt wieder frei. Der Haftbefehl wird aufgehoben.
  • 2. April: Nun sind auch Hellseher an dem Fall dran. Viel dazu beitragen können sie aber nicht.
  • 10./11. April: Nach längerer Pause suchen Leichenspürhunde und Hubschrauber am Herzberger See im Südosten von Berlin
  • Ende April: Die Polizei stellt die Suche nach dem Mädchen vorerst ein

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(bs/ms/fb/ak/pen/mj/cs/mb/lin/db/ses/dso/göt/dpa)