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Mann reist in Deutschland ein – was er in einer Pralinenschachtel versteckt, ist abscheulich

Der Zoll stieß bei einem Mann auf eine Pralinenschachtel, darin waren aber keine Schokolade. (Symbolbild)
Der Zoll stieß bei einem Mann auf eine Pralinenschachtel, darin waren aber keine Schokolade. (Symbolbild)
Foto: imago/Westend61

Berliner. „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man kriegt“, heißt es bei Forrest Gump. Ein solche Überraschung erlebten Zollbeamte am Berliner Flughafen Schönefeld, als sie bei einem Einreisenden auf eine Pralinenschachtel stießen.

Der 69-Jährige reiste mit einem Flieger aus der ägyptischen Hauptstadt Kairo ein, wie das Hauptzollamt Potsdam mitteilt. Er wollte am Flughafen durch den „grünen Kanal“ gehen, der Durchgang, der für Reisende ohne anmeldefreie Waren gedacht ist.

Flughafen Berlin-Schönefeld: Mann schmuggelt Schildkröten in einer Pralinenschachtel

Beamte stoppten den Mann stichprobenartig und kontrollierten sein Reisegepäck.

Darin entdeckten sie eine „Verpackung mit seltsamem Inhalt“. Der Mann gab an, dass es sich um Schokolade handeln würde.

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Beim Öffnen der Packung fanden die Zollbeamten allerdings statt süßer Pralinen drei lebende Exemplare der Marokkanischen Landschildkröte. Die Art ist durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt.

Schmuggel könnte teuer werden

Der Zoll beschlagnahmte die Schildkröten und übergab die Tiere dem Grenzveterinär.

Der versuchte Tierschmuggel könnte teure Konsequenzen für den 69-Jährigen haben. „Verstöße gegen artenschutzrechtliche Bestimmungen können mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro oder mit Haftstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden“, schreibt der Zoll.

Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) wurde der Schutz tausender Arten festgelegt. In Deutschland ist es seit 1976 gültig. Laut Zoll sind darin rund 5600 wild lebende Tierarten und 30.000 Pflanzenarten gelistet.(jg)