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Krank auf der Kreuzfahrt? Warum das zum teuren Problem werden kann

Eine Behandlung auf der Kreuzfahrt kann teuer werden. (Symbolbild)
Eine Behandlung auf der Kreuzfahrt kann teuer werden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner

Einmal falsch aufgetreten, schon ist der Fuß verknackst. Wem öfters solche kleinen Missgeschicke passieren, der sollte sich genau überlegen, ob er in Zukunft eine Kreuzfahrt machen will. Denn auf dem Schiff können solche Pannen teuer werden.

Wer auf hoher See zum Arzt will, muss im schlimmsten Fall den neunfachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abdrücken. Nicht immer springt die Reiseversicherung beim Arztbesuch auf der Kreuzfahrt ein.

180 Euro für den Arztbesuch auf der Kreuzfahrt

Einige Versicherungen würden sich weigern, die teuren Behandlungskosten zu zahlen. „Ein Arztbesuch auf der Kabine – und schon sind 180 Euro fällig“, sagt Christian Ottomann, der selbst lange Zeit Schiffsarzt war, gegenüber der „Welt“.

Oft käme es vor, dass ein Schiffsarzt die Patienten wie Privatpatienten behandeln würde. Die Kasse übernehme dann nur Kosten in der Höhe, die auch in Deutschland für den Kassenpatienten angefallen wären. Patienten sollten daher vorher mit ihrer Krankenkasse abklären, welche Kosten im Ernstfall auf sie zukommen.

Bei ernsten Erkrankungen wird der Patient an Land behandelt

Am häufigsten würden die Passagiere wegen Erkältungen, Atemwegsproblemen und Seekrankheit zum Arzt gehen. Für größere medizinische Notfälle wie einem gebrochenen Bein würde ein Patient ausgeschifft werden. Der Arzt entscheide, ob dies nötig sei.

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Dies komme in der Regel dann vor, wenn die Patienten einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine schwere Verletzung hätten.

Gute Versorgung an Bord

Dass ein Patient mit dem Hubschrauber abgeholt würde, sei dagegen eher selten, heißt es bei der „Welt“. Da die Kreuzfahrtschiffe meist in Küstennähe unterwegs seien, würde der Kapitän das Schiff wenn möglich zum nächsten Hafen lenken.

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Die Versorgung an Bord ist übrigens besser als in so manchem Dorf. Der Kreuzfahrtverband „Cruise Lines International Association“ empfiehlt, ab 800 Passagieren mindestens zwei Ärzte auf dem Schiff zu haben. Davon sollte einer immer im Bereitschaftsdienst sein. (vh)