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Nach der Festnahme: Das droht Julian Assange jetzt

Der Wikileaks-Gründer befürchtet schon die Höchststrafe: Seine Hinrichtung.
Der Wikileaks-Gründer befürchtet schon die Höchststrafe: Seine Hinrichtung.
Foto: PETER NICHOLLS / Reuters

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange wurde am Donnerstag in der Botschaft von Ecuador in London festgenommen. Er sitzt gerade in Untersuchungshaft und die ganze Welt guckt jetzt auf den Prozess des Datenhackers: Was passiert mit Julian Assange jetzt?

Droht ihm die Todesstrafe?

Die Briten wollen Julian Assange gerne an die USA ausliefern. Eine Anhörung über eine mögliche Übergabe soll schon am 2.Mai stattfinden. Die wollen ihm dann den Prozess wegen den Tausenden veröffentlichten geheimen Regierungsdokumenten 2010 und 2011 machen. Die Anklage wegen des Leaks zur ehemaligen US-Soldatin Chelsea Manning liegt schon vor.

Assange fürchtet schon die Todesstrafe. Theoretisch wäre das nach amerikanischen Gesetzen möglich - denn auf Regierungspionage kann die Höchststrafe stehen. Doch die Briten haben sich nach angeblich abgesichert, dass Assange nur fünf Jahre Gefängnis drohen - das sagt zumindest das US-Justizministerium. Der New Yorker Staranwalt Eddie Hayes ist sich laut Bild-Zeitung sicher. „Man wird versuchen, Assange mit so vielen Verbrechen wie möglich zu belangen, vielleicht auch mit Hochverrat.“

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Weitere Anklage wegen angeblicher Vergewaltigung

Jedoch gibt es noch eine weitere Anklage aus Schweden. Er soll da angeblich 2010 eine Frau bei einem Wikileaks-Kongress vergewaltigt haben. Assange betont, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt hat. Die Anwältin des Opfers will die Vorwürfe noch einmal vorbringen.

Die UNO will einen dramatischen Prozess unbedingt verhindern: Assange soll fair behandelt werden. Aber die Rechtsexperten sind sich sicher: Ein einfacher Prozess wird es für den Wikileaks-Gründer nicht werden. Auch wenn dieser hofft, in England seine Haft absitzen zu können - die Amerikaner werden immer fordernder.