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„Hartz und herzlich“ bei RTL2: Ehekrise zwischen Patrick und Patricia – „Sexmuffel“ überrascht mit wilder Theorie

„Hartz und herzlich“ begleitet Patricia, die seit 19 Jahren von Hartz4 lebt.
„Hartz und herzlich“ begleitet Patricia, die seit 19 Jahren von Hartz4 lebt.
Foto: RTL2

Hartz und herzlich“ ist zurück - diesmal kommt die RTL2-Sozial-Reportage aus dem Winzler Viertel in Pirmasens.

Über elf Prozent beträgt die Arbeitslosigkeit im vom Strukturwandel betroffenen Städtchen in Rheinland-Pfalz. Einst war Pirmasens bekannt als Schuh-Metropole. Ein Drittel arbeitete direkt oder indirekt in der Branche. Doch die guten Zeiten sind vorbei.

Die RTL2-Reportage „Hartz und herzlich“ begleitet Patricia (42), die seit 19 Jahren arbeitslos ist. „Ich versteh die Welt nicht mehr“, sagt sie unter Tränen.

„Hartz und herzlich“ auf RTL2: Es kriselt zwischen Patrick und Patricia

Mann Patrick (31) hat zwar einen Job als Lkw-Fahrer, aber auch viele Schulden. Viel zum Leben ist daher nicht übrig. 736 Euro bleiben im Monat. Auch in der Beziehung kriselt es. „Wir sind verheiratet, aber leben getrennt ohne Scheidung. Es sind schon noch Gefühle da, aber ich war schon immer ein Sexmuffel. Sex ist eine beiläufige Sache im Leben und einer Beziehung“, erklärt Patrick.

Der letzte Sex liege schon zwei Jahre zurück, sagt er weiter und äußert eine weitere Vermutung, warum es nicht läuft. „Die Dame auf der Couch ist eifersüchtig auf meinen Lkw.“

Immer wenn es Streit gibt, verkrümelt sich der verschuldete Brummi-Fahrer am liebsten an den PC zum Zocken. „Leben kannste das ned nennen, Ehe auch ned. Das ist einfach ein nebeneinander herleben, das funktioniert nicht mehr“, ist Patricia deprimiert über den derzeitigen Zustand.

Patrick ist Satanist

Doch Patrick hat noch ein anderes dunkles Geheimnis. Er ist Satanist. „Ich schwimm schon immer gegen den Strom und werde es immer machen. Jeder Mensch ist individuell“, sagt er. Er sieht den Kult als Protest gegen die Gesellschaft. Extreme Rituale lehnt Patrick ab. Tieropfer etwa habe er nur einmal aus der Ferne miterlebt: „Da musste ich an mir halten, dass ich nicht durchdrehe“, sagt er. Über das Leben mit Stütze hat er eine deutliche Meinung.

„Der Tod ist besser als Hartz4“, findet Patrick. „Das ist nix anderes wie der lebende Tod“, ergänzt Patricia. Zumindest hier sind sich die beiden einig.

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Auch Joshua (20) kommt zu Wort. Er lebt als Obdachloser auf der Straße. „Mit 16 Jahren wurde ich auf die Straße gesetzt. Ich kam von der Auslandsmaßnahme, aus der Ukraine, für schwer erziehbare Jugendliche. Zehn Tage danach hat mich meine Mutter auf die Straße gesetzt. Die Begründung. Die Frau vom Jugendamt hat gesagt, sie soll mich auf die Straße setzen, weil ich so aggressiv wäre.“ Seitdem ist die Straße die Heimat von Joshua.

Xbox zusammen gespart

Immerhin hat er ein Plätzchen im Obdachlosenheim gefunden. Aber nicht irgendeins: „Die Wohnung, die ich hab, ist die beste Wohnung von allen. Xbox, fette Anlage und Fernsehen“, schwärmt Joshua und nimmt das Kamera-Team mit in den Finkengarten.

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„Am Arsch der Welt von Pirmasens“ liegt der Finkengarten, direkt neben der Kläranlage, berichtet der Ex-Häftling.

Er hat sich alles zusammengeschnorrt, von Müllcontainern oder auf dem Sperrmüll. Sein Highlight: seine Xbox. Für die hat er hart gearbeitet. „Damit man wenigstens ein bisschen Ablenkung hat“, sagt der junge Mann, bei dem als Kind ADHS diagnostiziert wurde. Ausgerechnet jetzt droht ihm der Rauswurf. (ms)