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Schreckliche Szene bei Stierkampf: Matador wischt sterbendem Stier die Tränen ab – dann wird es grausam

Der Matador hatte bereits vier Speere in den Leib dies Tieres gestoßen, als er ihm die Träne wegwischte. (Symboldbild)
Der Matador hatte bereits vier Speere in den Leib dies Tieres gestoßen, als er ihm die Träne wegwischte. (Symboldbild)
Foto: imago images / Agencia EFE

Für viele Menschen in Spanien ist es eine Tradition, für andere ist es ein grausames Schauspiel. Ein Matador hat das kürzlich auf die Spitze getrieben: Er hat einem Stier Blut und eine Träne aus dem Gesicht gewischt, kurz bevor er ihm den Todesstoß verpasste.

Das ist bei vielen nicht gut angekommen. Die einen bezeichnen seine Geste als „grausam und pervers“, für die anderen ist sie ein Zeichen des Respekts vor dem Stier.

Spanien: Stier weint, während er auf seinen Tod wartet

Schon vier Speere hatte der Matador Morante de la Puebla in Sevilla/Spanien dem Tier zu dem Zeitpunkt in den Rücken gebohrt. Er hielt sich gerade noch auf den Beinen und wartete schon regelrecht auf den Todesstoß, den ihm der Jose Antonio Morante Camacho, auch bekannt als Matador Morante de la Puebla, gleich verpassen wird.

Dann stoppte der Mann kurz, holte ein Taschentuch heraus – und wischte dem sterbenden Bullen die Träne aus den Augen.

Dass auch Tiere weinen können, ist bekannt. Forscher vermuten allerdings, dass nur Menschen Tränen aus Trauer vergießen. Ob der Stier möglicherweise aus Todesangst weinte, bleibt daher Spekulation. Das berichtete die Daily Mail.

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Harsche Kritik von Tierschutzorganisation

Silvia Barquero Nogales, Chef der spanischen Tierschutzpartei „Against Mistreatment of Animals“ (PACMA; „gegen Tiermissbrauch“), äußerte sich zu dem Vorfall. „Nur ein böswilliger und perverser Mensch kann ein Tier so sehr quälen, dass ihm das Blut die Beine hinunterläuft, um dann sein Gesicht mit einem Taschentuch abzuwischen“, sagte er der Daily Mail.

Wütende Kommentare der PACMA-Follower

PACMA Córdoba teilte das Video bei Twitter. Viele Menschen sahen die Bilder und schrieben im Anschluss wütende Kommentare.

  • „Ich frage mich, wie Menschen eines Tieres so sehr genießen können. Echt ekelig.“

  • „Dieser Mann ist kein Mensch, er ist ein Monster.“

  • „Dieser grausame Schlachter ist verabscheuungswürdig!“

Stierkampf hat in Spanien Tradition. Bei der Prozedur reizt der Matador das Tier zunächst mit seinem Umhang und dann mit scharfen Speeren, die er in das lebende Tier rammt. Zum Schluss tötet er das Tier mit einem Stoß in den Hals. In den vergangenen Jahren geriet der Stierkampf wegen seiner Grausamkeit auch in Spanien zunehmend in Kritik. (vh)