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Tödliche Tragödie in der Türkei: Frau aus Hannover stirbt im Mittelmeer – ihre Familie hofft jetzt auf Antworten

Oma Margrit M. starb Anfang Juni in der Türkei. Ihre Familie hofft jetzt auf Antworten zum Unglück.
Oma Margrit M. starb Anfang Juni in der Türkei. Ihre Familie hofft jetzt auf Antworten zum Unglück.
Foto: privat

Side. Sie wollte einen schönen Urlaub am Meer machen. Doch sie kam nie wieder zurück.

Währenddessen wartete ihre Familie auf ein Lebenszeichen von Oma Margrit. Ganz allein flog die Seniorin (79) aus Hannover nach Side in der Türkei, um dort ein paar schöne Tage zu verbringen.

Irgendwann hatte die Familie nichts mehr von ihrer Oma gehört, berichtet ihre Enkelin Sandrien (23) unter Tränen. Mittlerweile weiß die Familie: Ihre Großmutter ist in der Türkei ertrunken.

Türkei: Oma (79) ertrinkt – Familie will Gewissheit

Am 11. Juni sei sie gegen 12 Uhr im Meer in Not geraten, habe noch versucht auf sich aufmerksam zu machen. Ersthelfer zogen sie aus dem Wasser, versuchten sie in einem nahegelegenen Hotel zu reanimieren. Gegen 17 Uhr sei Margrit M. verstorben, berichtet die türkische Nachrichtenagentur DHA.

Erst Tage später erfuhr die Familie davon. „Meine Oma hatte vor zwei Jahren nochmal geheiratet. Deshalb haben sie uns und die Familie wahrscheinlich nicht so schnell ausfindig machen können“, vermutet die Enkelin.

Von Hotel und Botschaft habe die Familie bislang nur erfahren, dass sie tödlich verunglückt sei. Sie sei noch fit für ihr Alter gewesen, auch eine gute Schwimmerin gewesen, sagt ihre Enkelin. „Sie war nicht mal einen Tag im Urlaub“, berichtet sie. Dann passierte die tödliche Tragödie.

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„Genauere Informationen haben wir von der Staatsanwaltschaft noch nicht“, sagt sie. Diese Ungewissheit macht der Familie zu schaffen. „Das ist das Schlimmste, nicht zu wissen, was ihr passiert ist“, sagt ihre Enkelin. Sie hofft deshalb, dass sich Zeugen melden, die Antworten liefern können. Der Leichnam ist mittlerweile von einem deutsch-türkischen Bestattungsunternehmen nach Hannover überführt worden.

Die Familie kann jetzt endlich Abschied von ihrer Oma nehmen. Was bleibt, sind viele offene Fragen...

Tödliche Unfälle im Mittelmeer

Erst vor zwei Wochen berichteten wir über einen ertrunkenen deutschen Urlauber in der Türkei. Ein Paar hatte den Mann aus dem Wasser gerettet. Doch trotz erster Hilfe starb der 67-Jährige. Das Pärchen machte dem Hotel Vorwürfe (>>> hier mehr lesen).

DLRG gibt diese Tipps

Das DLRG warnt daher: Das Baden und Schwimmen im Meer ist gefährlicher als in Binnengewässern. In kurzer Zeit kann sich der Meeresgrund ändern. Tiefen entstehen, Sandbänke bilden sich oder verschwinden. Wind und Strömung, gutes und schlechtes Wetter beeinflussen dauernd die See. Das ruhigste Badegebiet kann durch umschlagenden Wind und ungünstig laufende Strömung innerhalb weniger Minuten zum tosenden Meer werden.

Deshalb sollte man niemals an unbewachten Stellen rausschwimmen und an bewachten Stellen immer auf die Sicherheits-Beflaggung achten. Bei gehisster roter Flagge niemals ins offene Meer rausschwimmen!