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Mallorca: Mega-Ärger wegen Sonnencreme – jetzt gibt es Horror-Folgen

Mallorca: Umweltschützer schlagen Alarm. (Symbolbild)
Mallorca: Umweltschützer schlagen Alarm. (Symbolbild)
Foto: imago images / allOver

Sechs Mal wurde vor Mallorca schon Alarm geschlagen. Sechs Mal untersuchte das spanische Ministerium für Infrastruktur seit 2010 die Wasserqualität des Mittelmeeres. Haben Kreuzfahrtschiffe das Meer verunreinigt?

Überwachungsflugzeuge der Seenotrettung hatten zuletzt am 8. Juli eine große Öllache neben einem Kreuzfahrtschiff vor Mallorca gesehen. Woher der Ölfilm kommt? Die Riesen-Schiffe kippen einfach ihr schmutziges Pool-Wasser samt Sonnencreme-Rückständen ins offene Meer. Ist das überhaupt erlaubt?

Mallorca: Kreuzfahrtschiffe kippen Abwasser ins Meer - Umweltschützer erzürnt

Wie die "Mallorca-Zeitung" berichtet, verschmutzt die Sonnencreme der Urlauber das Meer. Doch: Die Entladung des Schmutzwassers ist nicht illegal. Natürlich werde nach solch einer Meldung das Schiff inspiziert, doch es verstöße nicht gegen das Gesetz. Denn dieses besagt laut web.de, dass Schiffe ihr Abwasser einfach wie sie wollen ins Meer kippen können, wenn sie sich zwölf Seemeilen oder weiter weg von der Küste befänden.

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Größere Mengen an Sonnencreme veränderten zwar den ph-Wert des Wassers, Schäden für Menschen seien jedoch nicht zu befürchten, so das Ministerium.

Umweltschützer regen sich über das Verhalten der Kreuzfahrtschiffe auf

Umweltschützer und Kreuzfahrtgegner regt dieses Argument laut Mallorca-Zeitung jedoch auf. Denn Sonnencreme bleibt für Tiere und Pflanzen nicht ungefährlich. UV-Filter greifen unter anderem Korallen an. Die Inhaltsstoffe Benzophenone, Octinoxat und Octocrylen gelten als besonders kritisch.

Octocrylen ist zusätzlich nicht wasserlöslich und kann laut Süddeutscher Zeitung deshalb nur schwer abgebaut werden. Dieser Stoff kommt in vier von fünf Sonnencremes vor.

Natürlich, Eincremen ist wichtig und schützt vor Hautkrebs. Was kannst du also tun? Es gibt auch Ökosonnencremes. Diese enthalten keine chemischen UV-Filter, sondern blocken die Sonnenstrahlen mit Titandioxid. Doch auch hier ließ sich belegen, dass Wasserflöhe an den Nanopartikeln sterben können. Eine astreine Alternative gibt es also bislang noch nicht. (js)