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Angela Merkel: Kanzlerin wütend über ZDF-Doku – DAS würde sie wirklich niemals machen

Angela Merkel soll die ZDF-Doku über ihre Entscheidung, die Grenzen für Flüchtlinge aus Ungarn offen zu lassen, nicht gefallen haben.
Angela Merkel soll die ZDF-Doku über ihre Entscheidung, die Grenzen für Flüchtlinge aus Ungarn offen zu lassen, nicht gefallen haben.
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

„Not amused“ soll Angela Merkel gewesen sein, als sie am Mittwochabend den Fernseher eingeschaltet hat.

Da lief nämlich das Dokudrama „Stunden der Entscheidung - Angela Merkel und die Flüchtlinge“. Das erzählt die Geschichte des 4. September 2015. Der Tag, an dem Angela Merkel die Grenzen offen hielt und so Deutschland die in Budapest gestrandeten Flüchtlinge aufnahm.

Angela Merkel: Wut über TV-Drama im ZDF

Das TV-Drama war dabei eine Mischung aus Dokumentarfilm, Experten-Interviews und nachgestellten Filmszenen. Und genau diese Mischung sorgte bei der Kanzlerin nicht für Begeisterung, berichtet der „Spiegel“. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen auf diese Weise, erfuhr das Magazin aus dem Umfeld von Angela Merkel.

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Man sei im Kanzleramt verärgert darüber gewesen, dass der Film suggeriere, die Szenen aus Merkels Machzentrum seien „absolut authentisch“. Dabei seien etwa schon Details wie die Nachstellung der Sitzordnung am Besprechungstisch falsch. Und niemals würde Merkels Büroleiterin der Kanzlerin „Käffchen“ anbieten, dass mache die Kanzlerin stets selbst.

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Merkel wirkt träge im Film

Das bestätigt auch „Watson“. Demnach schenke Merkel Journalisten selbst Kaffee aus.

Das News-Portal kritisiert, dass Merkel in dem Film teils träge wirkt und suggeriert wird, dass sie ihren Terminplan nicht genau im Kopf habe. Dabei habe Kanzlerin ihren Terminplan genau im Kopf, heißt es.

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Angela Merkel

  • 1954 in Hamburg geboren
  • Merkel wächst in der DDR auf
  • 1990 Eintritt in die CDU
  • 1998 bis 2000: CDU-Generalsekretärin
  • 2005 wird Angela Merkel Bundeskanzlerin

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Kritik aus Ungarn

Deutliche Kritik an den Filmemachern kommt vom ungarischen Botschafter. Statt „Schmutzkampagnen und Fiktion“ sei es nötig, die Fakten sprechen zu lassen. ZDF

„Was die ethischen und moralischen Normen verletzenden Passagen und Andeutungen angeht, kann ich nur hoffen, dass die Autoren und Macher sie mit ihrem Gewissen vereinbaren können“, heißt es in dem Brief von Dr. Peter Györkös an den ZDF-Intendant.

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Das ZDF hat bislang noch nicht auf die Kritik reagiert.