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Dieter Nuhr ätzt gegen „Fridays for Future“ – Kachelmann verteidigt ihn gegen Shitstorm

Dieter Nuhr hat sich über Greta Thunberg lustig gemacht.
Dieter Nuhr hat sich über Greta Thunberg lustig gemacht.
Foto: dpa

Dieter Nuhr hat sich in seiner ARD-Show „Nuhr im Ersten“ über Greta Thunberg lustig gemacht.

Nuhr sagte in der ARD-Show: „Ich bin gespannt, was Greta macht, wenn es kalt wird. Heizen kann es ja wohl nicht sein" und erntete dafür ím Studio herzhaftes Gelächter.

Greta Thunberg: Dieter Nuhr ätzt gegen „Fridays for Future“

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, dass Dieter Nuhr nach der Rede von Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel das Thema aufgreift.

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So sagte er jetzt als Reaktion auf den Vorwurf Greta Thunbergs, die Regierenden hätten Verrat an ihrer Generation begangen: „Wir müssen die Kritik ernst nehmen. Wir haben eine Welt geschaffen, in der siebeneinhalb Milliarden Menschen bei wachsendem Wohlstand und wachsender Gesundheit immer älter werden. Das ist beschämend.“

Dieter Nuhr: „Werde im Kinderzimmer nicht mehr heizen“

Und weiter: „Ich werde meiner Tochter, die auch zu den Freitagsdemos geht, im Kinderzimmer nicht mehr heizen. Wenn unsere Kinder meinen, wir könnten die Welt mit ein bisschen Sonne und Wind antreiben, dann sollten wir Eltern ihnen ein Hamsterrad mit Dynamo ins Kinderzimmer stellen.“

Das ist Greta Thunberg
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Vielen TV-Zuschauern gefielen die Witze von Dieter Nuhr überhaupt nicht. Sie machten ihrem Unmut via Twitter Luft.

Ein Nutzer schreibt: Wie geschmacklos ist das denn bitte, Herr Nuhr? Es tut mir fast körperlich weh, dass ich mit meinen Gebühren Ihre Show mitfinanzieren muss. So viel Stimmung, wie Sie gegen Fridays for Future machen, ist aus meiner Sicht keine Satire mehr. Das ist reine Meinung.“

Greta Thunberg hält Rede: Mischung aus Trauer und Wut

Andere hingegen verteidigten Dieter Nuhr und seine Witze auf Kosten von Greta Thunberg und „Fridays for Future“. Ein Nutzer etwa meint: „Es ist Geschmacksache worüber man lacht.“

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Greta Thunberg hatte zuletzt mit einer Rede beim UN-Klimagipfel für Aufsehen gesorgt. Mit einer Mischung aus Wut und Trauer hatte sie den Regierenden dieser Welt vorgeworfen, zu wenig für das Klima getan zu haben.

Nuhr provozierte schon in der Vergangenheit immer wieder gegen Promis. So bezeichnete er Juso-Chef Kevin-Kühnert im Mai als „pausbäckigen Studienabbrecher.“

Rückendeckung bekam Nuhr allerdings von Jörg Kachelmann. Der Meteorologe ist zwar nicht der Meinung des Satirikers, findet die Kritik aber überzogen: „Und so wäre es in einer lebendigen Demokratie Normalität, dass sich in einem solchen Fall alle Menschen, die bei Trost sind, vor Nuhr stellen und gegen die Rufe, dass man sowas nicht dürfe - und den Totalitären sagen: ist zwar Stuss, aber der darf das und kann auch in der Glotze.“ Das sahen andere Nutzer ähnlich. (pen/fel)