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Deutsche Bahn: Familie will mit Zug verreisen – als die Mutter zum Gleis kommt, erlebt sie eine böse Überraschung

Als die Frau am Gleis in Düsseldorf ankommt, traut sie ihren Augen kaum. (Symbolbild)
Als die Frau am Gleis in Düsseldorf ankommt, traut sie ihren Augen kaum. (Symbolbild)
Foto: dpa

Düsseldorf. Es sollte ein entspannter Familienausflug von Düsseldorf nach Berlin werden. Doch gleich zu Beginn der Reise Ende vergangener Woche mit der Deutschen Bahn gab es die erste große Krise.

Das lag allerdings nicht am viel gescholtenen Unternehmen. Im Gegenteil. Eine Zugbegleiterin der Deutschen Bahn konnte sogar Schlimmeres verhindern.

Deutsche Bahn: Familie will mit Bahn verreisen – dann geht alles schief

Was war passiert? Familie Zahn (Name auf Wunsch von der Redaktion geändert) hatte sich am Gleis verabredet. „Ich kam direkt von der Arbeit, mein Mann mit unserem Sohn von zuhause“, berichtet Mutter Charlotte im Gespräch mit mit dieser Redaktion.

Um 15.15 Uhr sollte der Zug abfahren. Frau Zahn kam pünktlich am Bahnhof an. Als sie um 15.10 Uhr das Gleis betrat, sah sie jedoch nur noch die Rücklichter des Zuges. Darin ihr Mann mit Kleinkind Bastian (1). Der Teufel steckte im Detail.

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Zugbegleiterin entpuppt sich als Retterin in der Not

Herr Zahn hatte ihr fälschlicherweise die falsche Abfahrtszeit genannt, bemerkte den Fehler selbst erst kurz vor Abfahrt des Zuges. „Wo bist du?“, rief er kurz vor Abfahrt noch ins Telefon. Doch zu spät.

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Die Zugbegleiterin der Deutschen Bahn wurde Zeugin des Dramas. Sie ging auf den Vater zu und beruhigte ihn: „Ich konnte am Telefon mithören, wie sie uns ein unschlagbares Angebot machte“, so Frau Zahn.

Mutter darf Schwarzfahren

Wohl aus Mitleid kontaktierte sie einen Zugbegleiter eines nachfolgenden ICEs nach Berlin und sorgte für ein Happy End. „Ich durfte umsonst mitfahren“, sagt die junge Mutter. In Hannover traf sich die Familie dann wieder. „Dort lernte ich auch die nette Zugbegleiterin kennen, die dort einen Zug nach Berlin übernahm, in den wir einsteigen konnten.“

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Geld für ein Ticket verlangte die Mitarbeiterin der Deutschen Bahn auch hier nicht. „Weil die Familienabteils voll waren, durften wir sogar in der 1. Klasse sitzen", berichtet Frau Zahn. Einen Kaffee aufs Haus habe die Familie dann ausgeschlagen. „Das konnten wir ja nicht auch noch annehmen.“

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Nächste Krise auf der Rückfahrt

Auf die nächste Krise musste die Familie dann nicht lang warten. Wegen einer Bombenentschärfung fiel der Zug bei der Rückfahrt am Samstag aus. Die reservierten Plätze im Kinderabteil waren dahin.

Stattdessen musste das Trio auf einen ICE ausweichen. Glück im Unglück: Statt eines geplanten Umstiegs in Hannover konnte Familie Zahn durchfahren und fand sogar Sitzplätze in der reichlich gefüllten Bahn. Am Ende landeten die Zahns mit etwa einer Stunde Verspätung in Düsseldorf.

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„In solchen Fällen füllen wir eigentlich immer das Fahrgastrechteformular aus“, so Frau Zahn. Aus Dankbarkeit für die Aktion bei der Hinfahrt verzichtete die Familie allerdings darauf.