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Tui-Mitarbeiter packen aus: DARUM tragen sie Mikrochips unter der Haut

Tui-Chef Ritz Joussen (li.) und TUI Nordics-Geschäftsführer Alexander Huber. Er trägt einen Mikrochip unter der Haut.
Tui-Chef Ritz Joussen (li.) und TUI Nordics-Geschäftsführer Alexander Huber. Er trägt einen Mikrochip unter der Haut.
Foto: TUI

Ein Mikrochip unter der Haut, mit dem Türen sich öffnen oder elektronische Geräte sich bedienen lassen.

Klingt nach einem Science Fiction-Film, ist bei Tui in Schweden längst Realtität. 100 der 500 Mitarbeiter von Tui Nordic tragen einen Chip in der linken Hand zwischen Daumen und Zeigefinger.

Tui: Mitarbeiter tragen Mikrochip unter der Haut

Die Mitarbeiter hätten sich freiwillig chippen lassen, erklärt Alexander Huber, Geschäftsführer von TUI Nordic, gegenüber dem Spiegel. Durch ein Lernevent zum Thema digitale Technologien sei das Team auf den Mikrochip gekommen. Und der Chef ging dann mit gutem Beispiel voran.

„Ich war der Erste, der sich morgens einen Chip implantieren ließ. Danach gab es eine lange Schlange am Stand - und die vorrätigen Chips waren schnell weg“, erzählt Huber. „Seither haben wir den Piercer mehrfach eingeladen. Jeder, der einen Chip will, bekommt ihn kostenlos.“

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Mithilfe des Chips können Spinde geöffnet, Drucker aktiviert oder gesicherte Kühlschränke mit Snacks geöffnet werden. Für Huber eine große Erleichterung: „Wie oft habe ich schon meine Mitarbeiterkarte verloren oder Codes vergessen. Meine Hand verliere ich nie.“

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Chip wird zu Teil des Körpers

Wehgetan habe das Implantieren nicht. „Ich kann mich nur daran erinnern, dass mir unbehaglich war. Ich hasse Spritzen, und diese Spritze war groß. Aber es ging ganz schnell. Danach habe ich mir häufiger an die Hand gefasst, es war so ungewohnt.“

Inzwischen denke er nicht mehr dran, der Chip sei Teil seines Körpers geworden, genau wie sein Ehering. Einzig seine Ehefrau war anfangs wenig begeistert: „Sie war überrascht. Sie sagte mir, das sei in etwa so, als würde ich mit einem Tattoo heimkommen, ohne sie vorher zu fragen.“

In Deutschland seien die Menschen misstrauischer gegenüber den Mikrochips. „Im Mai habe ich bei der re:publica in Berlin einen Vortrag gehalten und das Publikum gefragt, wer einen Chip im Körper möchte. Die haben mich verständnislos angeschaut“, berichtet Huber im „Spiegel“.

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Die meisten Deutschen hätten sich dafür interessiert, ob man mithilfe des Chips geortet werden könne. Natürlich nicht, entgegnet der Tui-Geschäftsführer. „Der Chip in meiner Hand ist passiv - wie der Chip in meiner Kreditkarte. Er hat keine Batterie und kann nur senden, wenn er einen Impuls bekommt, und das auch nur wenige Millimeter weit. Ein Handy dagegen kann viel leichter geortet werden, aber daran scheinen sich die Leute weniger zu stören.“

Mikrochip als Personalausweis, Flugticket oder Zahlungsmittel

Für die Zukunft könnte er sich noch viele weitere Funktionen vorstellen, die den Menschen das Leben einfacher machen würden. Ein Chip als Schlüssel, als Personalausweis, als Flugticket, Passwort oder Kreditkarte - für Huber alles denkbar.