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Maddie McCann: Eltern völlig aufgelöst – aus diesem makaberen Grund

Maddie McCann ist im Alter von 3 Jahren an der Algarve verschwunden.
Maddie McCann ist im Alter von 3 Jahren an der Algarve verschwunden.
Foto: Imago Images / Geisser

Maddie McCann wird noch immer vermisst - seit mittlerweile 12 Jahren. Die Britin verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve. Damals war sie gerade einmal 3 Jahre alt. Ihre Eltern, Kate und Gerald McCann, haben die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Maddie noch nicht aufgegeben.

Doch immer wieder müssen sie schwere Rückschläge einstecken. So stand es lange Zeit zur Debatte, ob die britische Polizeibehörde um Scotland Yard überhaupt noch finanzielle Mittel für eine Suche zur Verfügung stellen würde. Und nun der nächste Tiefschlag: Der britische Regisseur John Godber hat ein Theaterstück geschrieben, das die Geschichte von Maddie McCann wiedergibt.

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Maddie McCann: Theaterstück sorgt für Ärger

In dem Theaterstück „That is not right“ (zu deutsch: „Das ist nicht richtig“) wird ein alleinerziehender Vater porträtiert, der Angst um seine studierende Tochter hat. In der Beschreibung des Stückes heißt es: „Es ist die ungefilterte Geschichte von Holly Parker, einem Mädchen aus Hull und ihrem Vater. (...) Holly hat große Angst, seit ihr Vater von dem Fall Maddie McCann besessen ist und die Kontrolle verliert.“

Es ist also offensichtlich, dass sich der Fall direkt an dem tragischen Verschwinden von Maddie McCann orientiert. Das haben auch die Eltern der vermissten Britin mitbekommen. Und sollen geschockt sein.

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McCanns schockiert

Eine Quelle, die der Familie nahesteht, verriet der britischen „Sun“: „Sie finden es geschmacklos, Madeleines Entführung und ihre eigene Qual im Namen der Kunst und für ein zahlendes Publikum zu benutzen. (...) Ihre Tochter wurde vor 12 Jahren gefangen genommen und obwohl die Polizei alles macht, um sie zu finden, ist sie immer noch eine vermisste Person.“

Weiter erhebt die Person schwere Vorwürfe gegen den Regisseur: „Das Theaterstück scheint ein verzweifelter Versuch zu sein, aus dem Fall Profit zu schlagen.“

Regisser John Godber sagte in einem Interview mit der BBC: „Der Fall Maddie McCann ist allgegenwärtig geworden und ich als Vater fing an, etwas paranoid darüber zu werden, wo meine Kinder waren.“ Diese Erfahrung verarbeite er nun in dem Theaterstück, an dem er sechs Jahre geschrieben hat.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kate und Gerry McCann abschätzig zu Werken äußern, die von ihrer Tochter handeln. 2019 erschien auf Netflix die Dokumentation „Das Verschwinden von Madeleine McCann“. Die McCanns veröffentlichten dazu extra eine Stellungnahme, machten deutlich: „Die Produktionsfirma bat uns, Teil der Doku zu werden. Aber wir haben damals nicht verstanden, wie uns das bei der Suche nach Maddie helfen könnte und tun das auch jetzt noch nicht.“

Neue Spur führt nach Deutschland

Im Mai machte ein ehemaliger Ermittler des britischen Scotland Yard brisante Aussagen zum Maddie-Fall. Dem australischen Podcast „nine.com.au“ berichtete Colin Sutton, er sei damals gewarnt worden, den Fall zu übernehmen - von einem ominösen Anrufer. Dieser behauptete, die Polizei würde genau vorgeben, wo nach Maddie gesucht werden dürfe und wo nicht. Sutton selbst sagt in dem Interview, dass nur in eine einzige Richtung ermittelt wurde: Ob Maddie McCann entführt wurde oder nicht.

>> Hier mehr zu dem Fall Maddie McCann lesen.

(bs)