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Thüringen-Wahl: CDU-Beben! Friedrich Merz greift Angela Merkel an

Nach dem CDU-Desaster bei der Thüringen-Wahl greift Friedrich Merz Kanzlerin Angela Merkel an. (Symbolbild)
Nach dem CDU-Desaster bei der Thüringen-Wahl greift Friedrich Merz Kanzlerin Angela Merkel an. (Symbolbild)
Foto: Montage: Der Westen / imago images

Die Thüringen-Wahl 2019 sorgte schon im Vorfeld für viele Diskussionen.

Der Wahlkampf in Thüringen wurde mit ungewöhnlich harten Bandagen geführt und war extrem polarisierend. CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring etwa hatte zuletzt AfD-Mann Björn Höcke als „Nazi“ bezeichnet - in dieser Direktheit ist das neu (hier mehr dazu).

Alle Infos zur Thüringen-Wahl im Newsblog:

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CDU-Landtagsabgeordneter denkt laut über AfD-Koalition nach

Dienstag, 29. Oktober

12.04 Uhr: Nur noch dritte Kraft in Thüringen. Und ein Stimmenverlust von 11,7 Prozent. Die Landtagswahl in Thüringen ist ein Desaster aus Sicht der CDU. Gleichzeitig rutschte die SPD unter die 10-Prozent-Marke. Friedrich Merz sieht in der Klatsche für CDU und SPD ein „großes Misstrauensvotum“ gegen die große Koalition in Berlin. Besonders an Angela Merkel ließ der der frühere Unionsfraktionschef kein gutes Haar, da de Kanzlerin „politische Führung und klare Aussagen“ vermissen lasse, so Merz am Montag im ZDF.

Was Politiker von CDU und FDP dazu sagen und wie Friedrich Merz zu einer möglichen Koalitionsbildung mit der Linken in Thüringen steht, erfährst du hier bei „Thüringen24“.

Montag, 28. Oktober

18.55 Uhr: Fast ein Viertel aller Wähler haben bei der Landtagswahl in Thüringen ihr Kreuzchen bei der AfD gesetzt. Doch nur einen Tag nach der Wahl streiten Twitter-Nutzer in dem Sozialen Netzwerk über das Verbot der Partei. Der Hashtag #afdverbotjetzt trendet seit Montagmittag bei Twitter.

Doch es gibt auch Protest gegen diese Stimmen:

13. 49 Uhr: Ein CDU-Landtagsabgeordneter hat gefordert, was als augeschlossen galt: Die CDU solle über eine Koalition mit der AfD zumindest nachdenken, sagte der Thüringer Abgeordnete Michael Heym: „Man tut der Demokratie keinen Gefallen, wenn man ein Viertel der Wählerschaft verprellt.“

CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hatte im Wahlkampf mehrfach ein Bündnis mit der AfD kategorisch ausgeschlossen.Auch eine Zusammenarbeit mit der Linken hatte Mohring vor der Wahl abgelehnt. Inzwischen gab es Signale, dass die CDU doch Gespräche mit der Linken in Thüringen führen könnte. Heym kritisierte Mohring für sein Vorgehen.

„Wir müssen mit allen demokratischen Parteien sprechen“, sagte Heym. Er kritisiere aber, dass Mohring eine Zusammenarbeit mit der Linken in die Öffentlichkeit getragen habe, ohne dies in den Gremien abgestimmt zu haben. Der CDU-Abgeordnete Michael Heym forderte von seiner Partei, eine Koalition mit der AfD nicht kategorisch auszuschließen.


Die AfD erreichte nach vorläufigem Ergebnis 23,4 Prozent und landete damit vor der CDU, die auf 21,8 Prozent rutschte. Heym sagte: „Rechnerisch reicht es für ein Bündnis aus AfD, CDU und FDP. Ich finde, das sollte man nicht von vornherein ausschließen.“ Heym wurde im Wahlkampf unter anderem auch vom ultrakonservativen Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen unterstützt. Maaßen, der zur konservativen Werte-Union in der CDU gehört, sagte erst kürzlich, eine Kooperation mit der AfD sei keine Option.

Foto sorgt für Wirbel - Wahlbetrug?

13.29 Uhr: Wie das Nachrichten-Portal „Thüringen24“ berichtet, sorgt ein Foto für mächtig Wirbel. Gar steht der Verdacht des Wahlbetrugs im Raum. Die Hintergründe samt Foto findest du hier >>

Kommt es doch zur Koalition zwischen CDU und Linke?

11.30 Uhr: Wie sieht die künftige Regierung in Thüringen nach der Landtagswahl aus? Wird es nun doch eine Koalition zwischen CDU und Linke geben? Zusammen hätten die Parteien eine Mehrheit.

Allerdings hatte CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring zuvor ausgeschlossen, dass es eine Zusammenarbeit geben könnte - er hatte eine Simbabwe-Koalition favorisiert. Jetzt allerdings sendet Mohring Signale, die Gesprächsbereitschaft zeigen.
In den sozialen Medien wird das heiß diskutiert. Manche werfen Mohring nun Wortbruch vor, andere befürworten eine solche Koalition als Gegenentwurf zur AfD.

Bei Twitter schreiben Nutzer: „Wenn man Politikbeobachtern Glauben schenkt, ist die Linke in Thüringen moderater als in anderen Bundesländern, die AfD jedoch noch radikaler. Die CDU würde mit einer Koalition, wenn es sie denn gäbe, einen katastrophalen Präzedenzfall schaffen. Das wird sie jedoch sicher lassen.“

„Die Linke propagiert in ihrem Wahlprogramm die Einführung des Sozialismus und bezeichnet die DDR nicht als Unrechtsstaat, geht die CDU mit dieser Partei in eine Koalition heißt in 5 Jahren der MP in Thüringen Björn Höcke!“Auch aus der Politik gab es Wortmeldungen – etwa von der CDU-Spitze.

Die stellvertretende Parteivorsitzende Julia Klöckner sagte am Montag nach der Wahl, die CDU werde überflüssig, wenn sie mit der Linkspartei oder mit der AfD koalieren würde. „Dann braucht es uns nicht mehr“, so Klöckner. Und weiter: „Ganz gleich, wie die Situationen sind. Es gibt Momente, da ist Haltung mehr denn je gefragt.“

10.15 Uhr: Ministerpräsident Bodo Rammelow will mit allen Parteien über mögliche Koalitionen sprechen – außer mit der AfD. „Ich habe noch nicht genau verstanden, was die CDU im Moment präferiert“, sagte Ramelow am Montagmorgen gegenüber dem MDR.

Auch CDU-Landeschef Mike Mohring lehnt eine Koalition mit der Linkspartei nicht von vornherein ab. „Ich tue mich überhaupt nicht schwer, dass wir für uns eine Entscheidung treffen werden“, sagte Mohring. „Ich brauche ja nicht Berlin für die Frage, wie wir in Thüringen künftig Verantwortung für das Land übernehmen können.“

Bochumer Künstler will Konzert in Thüringen spielen

9.22 Uhr: Ben Redelings ist eher Fußballverrückten und Menschen im Ruhrgebiet ein Begriff. Der Autor, wohnhaft in Bochum, hat sich nun deutlich zur Thüringen-Wahl geäußert und ein überraschendes Angebot gemacht.

„In Thüringen haben heute knapp ein Viertel aller Wähler einen Faschisten gewählt“, schreibt Ben Redelings bei Facebook. „Ich möchte konkret etwas tun!“ Da Nordhausen, im Freistaat Thüringen gelegen, die Partnerstadt von Bochum sei, möchte er für ein kostenfreies Konzert vorbeikommen.

„Ich würde mich freuen, wenn alle Einnahmen dieses Abends einem Projekt zugutekommen, das sich aktiv in der Kinder-und Jugendarbeit für ein soziales & menschliches Miteinander einsetzt!“, wünscht sich der 44-jährige Schriftsteller. Bei seinen Followern kommt die Aktion gut an, sie unterstützen ihn bei Facebook.

Wer kann regieren?

7.15 Uhr: Wer kann jetzt regieren?

Die Linke ist zwar stärkste Partei geworden, kommt aber mit ihren beiden bisherigen Koalitionspartnern SPD und Grünen auf keine Mehrheit. Bleibt abzuwarten, was die CDU macht. CDU-Generalsekretär in Thüringen, Raymond Walk, hält zunächst an der Koalitions-Absage an AfD und Linke fest. „Wir haben ausgeschlossen, dass es Koalitionen mit den Rändern geben wird, also sowohl mit links als auch mit der AfD“.

Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist ein Bündnis aus Linke/SPD/Grüne und FDP.

06.22 Uhr: Auch am Morgen nach der Wahl hat sich am vorläufigen Endergebnis nichts geändert. Die FDP zieht somit - Stand jetzt - denkbar knapp in den Landtag ein.

Sonntag, 27. Oktober

23.57 Uhr: Das vorläufige amtliche Endergebnis ist da. Die FDP ist demnach mit 5,0005 Prozent in den Landtag eingezogen.

  • Die Linke: 31 Prozent
  • CDU: 21,8 Prozent
  • AfD: 23,4 Prozent
  • SPD: 8,2 Prozent
  • Grüne: 5,2 Prozent
  • FDP: 5,0 Prozent

23.27 Uhr: Alte, weiße Männer sind schuld am Wahl-Erfolg der AfD? Die Wahrheit sieht ganz anders aus. Hier weiterlesen >>>

AfD-Wahlparty: „OST - OST - OSTDEUTSCHLAND“

22.02 Uhr: Unser Reporter Peter Sieben ist auf der Wahlparty der AfD in Erfurt unterwegs. Was da abgeht - HIER weiterlesen ›

20.40 Uhr: Mit seinen Auftritten im TV hat Björn Höcke ziemlich genau durchblicken lassen, was sein nächstes Ziel ist. Alle Infos bekommst du hier -->

19.18 Uhr: Gibt es vielleicht doch eine lange undenkbare Koalition zwischen CDU und Linken möglich. Thüringens CDU-Chef Mike Mohring stößt die Tür in der ARD ganz weit auf. Man müsse erst einmal „gucken, was für unser Land richtig ist“. Man müsse „neue Antworten“ liefern, jetzt, da es keine Mehrheit in der Mitte mehr gebe.

19.15 Uhr: Hier ist die neue Hochrechnung der ARD. Viel hat sich nicht geändert:

  • CDU: 22,7
  • Linke: 29,9
  • SPD: 8,4
  • AfD: 23,7
  • Grüne: 5,3
  • FDP: 5,0

19.05 Uhr: Gibt es gar keine mögliche Koalition? FDP-Chef Lindner hat gerade in der ARD gesagt, dass er sich keine Koalition mit der Linken vorstellen kann. Damit wäre eine Minderheitsregierung vorprogrammiert. Die FDP wolle dabei eine „konstruktive Rolle“ spielen.

Offenbar möchte er den „Schwarzen Peter“ der Union zuspielen.

18.44 Uhr: Die neueste Hochrechnung der ARD bringt wenige Überraschungen:

  • CDU: 22,6 Prozent
  • Linke: 29,7 Prozent
  • SPD: 8,6 Prozent
  • AfD: 23,8 Prozent
  • Grüne: 5,5 Prozent
  • FDP: 5,0 Prozent

Alles hängt nun vom Einzug der FDP in den Landtag ab. Schaffen die Liberalen es nicht, wird eine Regierungsbildung so gut wie unmöglich.

18.37 Uhr: CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat soeben eine Koalition mit der Linken ausgeschlossen. Falls die Partei bei dieser Meinung bleibt, wäre wohl nur noch eine Koalition von Linken, SPD, Grünen und FDP möglich.

18.30 Uhr: Eine weitere interessante Beobachtung. Die Wähler der AfD scheinen den Besonderheiten der Landespolitik offenbar besonders wenig Beachtung zu schenken. Bei der Europawahl im Mai für die Partei mit 22,5 Prozent ein sehr ähnliches Ergebnis ein. Die Linke hingegen holte damals nur 13,8 Prozent. Die Partei scheint besonders stark vom Bonus durch Amtsinhaber Bodo Ramelow zu profitieren.

18.23 Uhr: Björn Höcke bejubelt in der ARD verständlicherweise das Ergebnis der AfD: „Mehr als 100 Prozent Steigerung. Das gab es in der Thüringer Landtagsgeschichte noch nie.“ Das Ergebnis sei ein klares Zeichen, „dass viele Thüringer sagen: So geht es nicht weiter.“ Über eine mögliche Kandidatur für den Bundesvorstand der AfD will er aber noch nicht reden.

18.18 Uhr: Und hier ist das Ergebnis der ersten ARD-Hochrechnung:

  • CDU: 22,5 Prozent
  • Linke: 29,7 Prozent
  • SPD: 8,5 Prozent
  • AfD. 23,8 Prozent
  • Grüne: 5,4 Prozent
  • FDP: 5,0 Prozent

In der AfD wird sich mit diesem Ergebnis die Macht weiter in Richtung des rechten „Flügels“ verschieben. Mit Andreas Kalbitz, Jörg Urban und Björn Höcke haben drei ihrer prominentesten Vertreter in diesem Jahr große Erfolge gefeiert.

18.13 Uhr: Und hier noch die Prognose des ZDF:

  • CDU: 22 Prozent
  • Linke: 30 Prozent
  • SPD: 8 Prozent
  • AfD: 23 Prozent
  • Grüne: 5,5 Prozent
  • FDP: 5,5 Prozent

18.10 Uhr: Ebenfalls bedeutet das Ergebnis einen weiteren krassen Rückschlag für die traditionellen Volksparteien CDU und SPD. Gemeinsam kommen sie nur auch auf 30 Prozent. Das ist eine politische Zäsur in Deutschland.

Auch der Höhenflug der Grünen ist offenbar beendet - zumindest im Osten. Sie haben ihr schwaches Ergebnis von 5,5 Prozent nur knapp gehalten.

Völlig offen ist auch, wie mit diesem Ergebnis eine Regierung gebildet werden soll. Nur wenn die FDP es wirklich in den Landtag schafft, ist das halbwegs möglich. Dann könnte die Linke gemeinsam mit SPD, Grünen und FDP regieren. Aber auch das wäre extrem schwierig. Eine Koalition aus CDU und Linken hätte zwar eine klare Mehrheit - gilt aber als so gut wie ausgeschlossen.

18.04 Uhr: Die Wahl kennt zwei Gewinner, das ist klar. Die AfD kann nach Brandenburg und Sachsen wieder einmal ein hervorragendes Ergebnis einfahren. Die Partei liegt in den neuen Bundesländern konstant bei etwa 25 Prozent.

Der andere große Gewinner ist die Linkspartei. Mit 29,5 Prozent würde sie das beste Ergebnis holen, dass sie je bei einer Landtagswahl geholt hat.

18.00 Uhr: Und hier ist das Ergebnis der Landtagswahl 2019 in Thüringen nach der ersten ARD-Prognose.

  • CDU: 22,5 Prozent
  • Linke: 29,5 Prozent
  • SPD: 8,5 Prozent
  • AfD: 24 Prozent
  • Grüne: 5,5 Prozent
  • FDP: 5 Prozent

17.40 Uhr: In 20 Minuten schließen die Wahllokale. Die Spannung steigt.

17.33 Uhr: Fast sicher steht fest, dass die Regierungsbildung nach der Wahl schwierig wird. Details lest ihr hier --->

17.28 Uhr: Die AfD fährt offenbar groß auf bei der Wahlparty in Erfurt. Dabei stehen offenbar nicht nur typisch deutsche Gerichte auf der Speisekarte...

16.50 Uhr: Das sind wirklich Hammer-Zahlen in Sachen Wahlbeteiligung. Bis 16 Uhr haben 54,1 Prozent der Wähler ihr Kreuzchen gemacht, 2014 waren es zum gleichen Zeitpunkt gerade einmal 40,8 Prozent. Die Briefwahlstimmen sind hier sogar nicht einmal mitgerechnet. Wird die Rekordwahlbeteiligung aus dem Jahr 1994 übertroffen? Das wäre schon eine ziemliche Sensation. Damals gingen 74,8 Prozent aller Stimmberechtigten zur Wahl.

Vier Tage vor der Wahl hatten bereits 13,2 Prozent aller Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Damit läge die Wahlbeteiligung um 16 Uhr schon sicher bei 67,2 Prozent.

16.42 Uhr: Wann ist die Wahl für die AfD eigentlich ein Erfolg? Auf dem Papier wird die Rechtsaußen-Partei wohl ohnehin der große Sieger der Wahl - die 10,6 Prozent aus dem Jahr 2014 wird sie deutlich übertreffen. Allerdings sind die Erwartungen zuletzt deutlich gestiegen. Bei der Landtagswahl in Brandenburg holte Andreas Kalbitz im September 23,5 Prozent, in Sachsen holte Spitzenkandidat Jörg Urban sogar 27,5 Prozent.

Für die Höcke-AfD wäre ein Ergebnis von weniger als 20 Prozent eine Katastrophe, erwartet wird ein Ergebnis von 20 bis 25 Prozent. Mehr wären ein großer Erfolg für Höcke.

16:00 Uhr: In zwei Stunden verkünden ARD und ZDF die ersten Prognosen zum Ausgang der Wahl die Spannung steigt. Hier noch einmal die Ergebnisse der Landtagswahl von 2014:

  • CDU: 33,5 Prozent
  • Linke: 28,2 Prozent
  • SPD: 12,4 Prozent
  • AfD: 10,6 Prozent
  • Grüne: 5,7 Prozent

Schon diese Wahl bedeutete ein politisches Beben für Thüringen. Denn nach der Wahl formte sich eine Koalition aus Linken, SPD und Grünen. Damit regierte die CDU erstmals seit der Wende nicht mehr in Thüringen.

15.46 Uhr: Die Wahlbeteiligung bleibt deutlich höher als 2014. Bis 14 Uhr gingen laut dem Landeswahlleiter 42,2 Prozent der Wähler zur Urne, 2014 waren es zum selben Zeitpunkt erst 30 Prozent.

14.58 Uhr: Die Wahlbeteiligung in Thüringen dürfte dieses deutlich höher als zuletzt ausfallen. Laut dem Landeswahlleiter haben 12 Uhr 31,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 2014 waren es um diese Uhrzeit bloß 19,9 Prozent.

Zuletzt hat von einer höheren Wahlbeteiligung vor allem die AfD profitiert, die viele ehemalige Nichtwähler zur Wahl motivieren konnte. Details zur Wahlbeteiligung findest du hier -->

13.39 Uhr: Es gibt erste Zahlen zur Wahlbeteiligung in Thüringen! Das Statistische Landesamt vermeldet: Bis 12 Uhr haben rund 31,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Landtagswahl 2014 betrug die Wahlbeteiligung zur selben Zeit nur 19,9 Prozent.

+++ Björn Höcke (AfD): Als Reporter ihn interviewen wollen, kommt es zum Eklat +++

12.53 Uhr: Auf Twitter rufen die Spitzenkandidaten noch ein letztes Mal auf, zur Wahl zu gehen. Auch AfD-Landeschef Björn Höcke ließ sich das nicht nehmen. Sein Tweet sorgte allerdings für Wirbel, die Antworten dürften dem Politiker nicht gefallen. Was genau vorgefallen ist, liest du bei Thüringen24.

9.24 Uhr: Bei der Landtagswahl in Thüringen 2019 könnte es auf eine große Gruppe ankommen: Die ehemaligen Nicht-Wähler.2014 gab es bei der Landtagswahl in Thüringen eine Wahlbeteiligung von nur 52,7 Prozent. Angesichts der sehr knappen Umfragewerte vor der aktuellen Thüringen-Wahl kann es noch zu extrem großen Überraschungen kommen, wenn die Wahlbeteiligung 2019 höher ist als vor fünf Jahren.

8.33 Uhr: Thüringen wählt, die Wahllokale sind geöffnet. Die jüngsten Umfragewerte zeigen, dass die Linke bei rund 27 bis 29 Prozent aus der Wahl gehen könnte, für die AfD sind sogar bis zu 24 Prozent drin. Wie die anderen Parteien abschneiden könnten, liest du bei Thüringen24.

Samstag, 26. Oktober

18.45 Uhr: Während Höcke redet, muss die Polizei eingreifen: Zwei Gegendemonstranten sind in die erste Reihe vor der Bühne gedrungen. Sie rufen „Lügen-Höcke“. Die Polizei holt die beiden aus der Menge. Mehr dazu hier bei Thüringen24.

18.02 Uhr: Mit bisher wenigen Zwischenfällen geht die AfD-Demo in Erfurt zu Ende. Zeitgleich werden Mike Mohring und Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem Wenigemarkt in Erfurt erwartet - für die CDU ist das der Schlussspurt im Wahlkampf.

17.34 Uhr: Thüringens AfD-Chef Björn Höcke spricht jetzt auf dem Erfurter Domplatz. Vorher haben schon die AfD-Chefs aus Sachsen und Brandenburg, Jörg Urban und Andreas Kalbitz, gesprochen. Mehr zur AfD-Demo kannst du bei Thüringen24 lesen.

16.36 Uhr: Auf dem Domplatz in Erfurt treffen hunderte AfD-Fans und Gegendemonstranten aufeinander. In Kürze soll dort Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz sprechen.

Mehr dazu bei >>>Thüringen24<<<

15.09 Uhr: Am Nachmittag versammelt sich die AfD auf dem Domplatz in Erfurt: Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke, AfD-Bundessprecher Alexander Gauland und Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz werden erwartet. Mehrere Gegendemonstrationen sind geplant.

Alles zur AfD-Veranstaltung kannst du auf Thüringen24 nachlesen.

14.55 Uhr: Die Erfurter Künstlerin „Alice im Griff“ teilt pünktlich vor den Wahlen am Sonntag einen Anti-AfD-Lovesong samt Video. „Liebestöter“ erzählt von einer Frau, die sich verliebt – in einen AfD-Wähler. Die Künstlerin sagt: „Ich wollte das Thema bewusst auf eine private Schiene bringen. Ich würde mir wünschen, dass sich noch viel mehr Künstler politisch äußern.“

Alice im Griff

Das Musikvideo wurde in Berlin und in Weimar gedreht und vergangene Woche fertig gestellt. „Ich habe auch schon einen Hasskommentar“, berichtet „Alice im Griff“ fast stolz. Damit müsse man rechnen. „Ich habe dem Kommentator meine Nummer geschickt.“

11 Uhr: Der Spitzenkandidat der CDU in Thüringen, Mike Mohring, hat im Interview mit THÜRINGEN24 noch einmal bekräftigt, dass er keine Koalition mit der Linken möchte.

„Es tut unserem Land nicht gut, wenn Thüringen von den Rändern aus bestimmt wird, sondern aus der Mitte der Gesellschaft eine stabile Regierung gebildet werden kann“, so Mohring. Mit einer Regierung, an der die Linke beteiligt sei, falle Thüringen zurück. Und weiter: „Wer AfD wählt, verursacht aber genau das und hält Ramelow im Amt. Wir wollen ihn ablösen“, so Mohring. >> Das ganze Interview gibt es hier <<

Freitag, 25. Oktober

14 Uhr: Es war die letzte Aktion von „Fridays For Future“ vor der Landtagswahl in Thüringen 2019. Zuerst lief alles wie immer: Ein bisschen Live-Musik, ein bisschen Lärm. Rund 150 Menschen waren am Anger. Viele junge Menschen, aber auch ältere, die für ihre Enkel protestieren wollten.

Wegen einer Gruppe gab es dann aber plötzlich Ärger. Etwas abseits standen einige Mitglieder der Partei MLPD, schwenkten ihre Fahnen. Ein Sprecher der Klimaaktivisten machte klar: Das ist nicht erwünscht. >> Mehr dazu hier <<

10 Uhr: Zigtausende Menschen in Thüringen hatten kurz vor der Wahl eine merkwürdige Zeitschrift im Briefkasten: „Der Wahlhelfer“ heißt das Blatt.

Implizit spricht sich die Zeitung für eine Koalition zwischen CDU und AfD aus. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat das Blatt als Wahlpropaganda kritisiert. „Mit diesem Blatt wird der Eindruck geweckt, dass nur diese Postille wirklich unabhängig ist. Das ist eine grobe Verzerrung der Medienwirklichkeit und der Presselandschaft“, sagte Hendrik Zörner, Pressesprecher des DJV.

In der Zeitung werde mehrfach die AfD genannt - jedoch nicht kritisch. Stattdessen werde die AfD als Problemlöser dargestellt. „Das ist Wahlpropaganda, wie sie auch von anderen Parteien gemacht wird“, sagte Zörner. Er vermute, dass dieses Blatt ausschließlich zu Wahlkampfzwecken erscheine. >> Weitere Infos zu der mysteriösen Zeitung gibt es hier <<

8 Uhr: Ungewöhnliche Aktion vom ZDF: Das Morgenmagazin wurde am Freitag ausnahmsweise live aus Erfurt gesendet. Grund ist die bevorstehende Thüringen-Wahl. Zu Gast war unter anderem CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring. >>Mehr dazu hier<<

6 Uhr: Umfragebeben kurz vor der Landtagswahl in Thüringen: Laut den Ergebnissen der Forschungsgruppe Wahlen ist die AfD nun mit 21 Prozent drittstärkste Kraft - in den vergangenen Umfragen lag die Partei meist bei etwa 24 Prozent.

Stärkste Kraft ist die Linke mit 28 Prozent, dicht gefolgt von der CDU mit 26 Prozent. Eine Mehrheitsregierung ist derzeit wohl nur als schwarz-rot-grün-gelbe Koalition möglich: CDU-Spitzenkandidat hatte kurz vor der Thüringen-Wahl eine Koalition mit der Linken ausgeschlossen.

Donnerstag, 24. Oktober:

17 Uhr: Kurz vor der Thüringen-Wahl muss AfD-Landeschef Björn Höcke eine herbe Niederlage einstecken. Das Verwaltungsgericht Köln lehnte am Donnerstag seinen Eilantrag ab, dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Äußerung „Der "Flügel" wird immer extremistischer“ untersagen zu lassen. Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang hatte die Aussage in einem „Spiegel“-Interview gemacht.

Wie das Verwaltungsgericht mitteilte, hatte Höcke deshalb auf Unterlassung geklagt. Der AfD-Spitzenkandidat habe dies damit begründet, dass der Satz seine Chancen bei der Landtagswahl in Thüringen am kommenden Sonntag beeinträchtige.

Das Gericht begründete seine ablehnende Entscheidung zum einen damit, dass der Antrag unzulässig sei, da sich der Satz von Haldenwang auf den „Flügel“ und nicht auf Höcke persönlich beziehe. Zum anderen sei der Antrag unbegründet, denn der Verfassungsschutz dürfe über den „Flügel“, der seit Januar 2019 als Verdachtsfall eingestuft sei, in der Öffentlichkeit berichten.

14 Uhr: Bei einem Wahlkampfauftritt von CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring in Weimar kam es zu einem ungewöhnlichen Zwischenruf. Eine Frau stürmte plötzlich über den Platz und rief mehrfach in Richtung Bühne: „Ihr hattet genug Zeit!“ >>Mehr dazu hier<<

(mit dpa)