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NRW: Oliwia (15) soll Halbbruder (3) erstochen haben – Polizei nennt erschreckende Details

15-Jährige soll Halbbruder (3) getötet haben

Reporter Peter Sieben berichtet aus Detmold.

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Detmold. Erschreckender Fall in Detmold (NRW)! In einem Mehrfamilienhaus an der Neulandstraße in Detmold-Klüt wurde am Mittwochabend (6. November) ein dreijähriges Kleinkind tot aufgefunden. Die 15 Jahre alte Halbschwester des Jungen steht unter dringendem Tatverdacht.

Die Jugendliche soll ihn in der 75.000-Seelen-Stadt in Ostwestfalen mit 28 Messerstichen getötet haben.

Detmold (NRW): 15-jährige Oliwia-Marta K. gefasst!

Noch am Donnerstagvormittag konnte die verdächtige Oliwia-Marta K. in Lemgo gefasst werden. Ein Zeuge hatten den entscheidenden Hinweis gegeben.

Zuvor hatten die Polizei Bielefeld und die Polizei Lippe intensiv nach der Verdächtigen gefahndet und am Donnerstag sogar ein Bild des Mädchens veröffentlicht. Auch Diensthunde und Hubschrauber waren im Einsatz und hatten intensiv nach dem Mädchen in Detmold (NRW) und Umgebung gesucht.

Am Freitag wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Die aktuellen Entwicklungen zum Fall:

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Nach Obduktion der Leiche: Polizei nennt furchtbare Details

Dienstag, 12. November:

15.30 Uhr: „Sie war schüchtern und zurückhaltend“, schildert Helmut Köhler gegenüber unserer Redaktion. Der Anwalt vertritt die erst 15-jährige Oliwia K. Er sprach mit der Hauptverdächtigen einen Tag nach der Tat. „Sie hat mit mir gesprochen“, dabei habe seine Mandantin aber äußerst introvertiert gewirkt. „Sie stand noch sehr unter den Eindrücken der Tat“, schildert Helmut Köhler. Immerhin wird der 15-Jährigen aus Detmold vorgeworfen, ihren Bruder mit 28 Stichen umgebracht zu haben.

Oliwia W. befindet sich aktuell im Jugendgefängnis in Iserlohn. Ihr Anwalt wisse nicht, wie es ihr gehe. „Ich werde sie allerdings Anfang der nächsten Woche besuchen“, verspricht er. Er hofft auf eine baldige psychatrische Untersuchung. „Ein Psychiater könnte zu dem Ergebnis kommen, dass sie behandelt werden muss.“

12.30 Uhr: Noch immer ist unklar, was die erst 15-jährige Oliwia zu der grausamen Tat trieb. War es Eiffersucht? Bislang veröffentlichte die Staatsanwaltschaft noch keine genauen Angaben zum Motiv.

Montag, 11. November:

15.46 Uhr: Nach der tödlichen Messerattacke auf ihren dreijährigen Halbbruder rekonstruieren die Ermittler den Tathergang und die anschließende Flucht der tatverdächtigen 15-Jährigen. Dazu befrage man weitere Zeugen, prüfe die Angaben der Beschuldigten und werte Spuren aus, sagte der Sprecher der Detmolder Staatsanwaltschaft, Christopher Imig, am Montag.

„Wir gehen davon aus, dass sie die Nacht im Freien verbracht hat“, sagte Imig weiter. Die Strecke soll sie auch auf unbefestigten Wegen zu Fuß zurückgelegt haben. Zu weiteren Details - etwa zur Frage, wo sie hinwollte - mache man aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Außerdem wiege der Persönlichkeitsschutz einer 15-Jährigen besonders hoch. Sie sitzt wegen Mordes in Untersuchungshaft.

11.26 Uhr: Im Fall einer 15-Jährigen, die ihren schlafenden Halbbruder mit 28 Messerstichen getötet haben soll, bleibt das Motiv weiter unklar. Bei jugendlichen Straftätern müssten Experten verschiedene Punkte klären - etwa, ob der Täter Unrecht überhaupt verstehen und sein Handeln steuern könne, erklärte Schüler-Springorum.

Oder auch, ob eine psychische Störung vorliegt. Zudem müsse ein Gutachter prüfen, wie die betreffende Person mit Gefühlen, Frust oder Stress mit den Eltern umgehe. Auch das Lernumfeld in der Schule sei zu beleuchten.

Sonntag, 10. November:

18 Uhr: Die 15-Jährige, die ihren Halbbruder in Detmold mit 28 Messerstichen getötet haben soll, sitzt nun seit zwei Tagen in U-Haft. Dort soll sie auch psychiatrisch untersucht werden.

13.24 Uhr: Der Verteidiger Helmut Wöhler strebe eine möglichst rasche psychiatrische Untersuchung seiner Mandantin in der U-Haft in Iserlohn an. Das sagte er dem Westfalen-Blatt. Auf die Frage, ob die 15-Jährige realisiere, was sie mutmaßlich getan habe, antwortete Wöhler. „Ich weiß nicht, wie es in ihr aussieht.“ Man komme schlecht an sie heran.

13.11 Uhr: Das Motiv bleibt auch am Sonntag weiter unklar. Die Ermittlungen dauerten am Wochenende an. Ein psychologisches Gutachten stehe bevor, hieß es bei der Polizei in Bielefeld. Sie hält sich zwar für die Täterin, habe aber Erinnerungslücken. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte das Mädchen eine tiefe Abneigung gegen den Halbbruder entwickelt.

Samstag, 9. November:

15 Uhr: Experten warnen nach der Tat in Detmold vor vorschnellen Schlüssen. Dass jemand seine Wut nicht unter Kontrolle habe, liege immer in einen Mix an Gründen, sagt etwa Mareike Schüler-Springorum, Ärztliche Direktorin des LWL-Therapiezentrums für Forensische Psychiatrie Marsberg in Nordrhein-Westfalen. „Das ist ein komplexes Zusammenspiel.“

Die Psychologische Psychotherapeutin Gisela Dreyer aus Bonn sagt: „Wut ist das intensivste und am schwierigsten zu kontrollierende Gefühl.“ Selbst Erwachsenen falle die Kontrolle darüber schwer. „Kontrolle der Wut gelingt allein über Selbstreflexion und über Sprache“, meint Dreyer. Defizite bei diesen Punkten würden zum Problem.

Detmold: Täterin beruft sich auf Erinnerungslücken

Die 15 Jahre alte Tatverdächtige Oliwia sitzt derzeit wegen Mordes in Untersuchungshaft. Sie hält sich laut den Ermittlern selbst für die Täterin, beruft sich aber auf Erinnerungslücken. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Mädchen eine tiefe Abneigung gegen den Halbbruder entwickelt.

Die beiden Expertinnen Schüler-Springorum und Dreyer betonen übereinstimmend, dass zu dem Detmolder Fall bislang zu wenig bekannt sei, um sich konkret zu äußern. Sie äußerten sich allgemein zum Thema Wutgefühl. Demnach entwickeln sich Hirnareale bei Jugendlichen zu unterschiedlichen Zeiten. Areale für die Verhaltens- und somit Impulskontrolle reiften relativ spät, Areale wie das Belohnungszentrum relativ früh. „Das führt bei Jugendlichen zu Disharmonien in der Entwicklung. Eltern von Pubertierenden können das bestätigen“, erklärt Schüler-Springorum.

„Bei Wut als Auslöser für Gewalt ist die Frage, warum sie sich so massiv entwickelt? War niemand da für den Betroffenen? Wie schaut das Familiensystem aus? Kann der Jugendliche Lösungsstrategien für sich entwickeln? Wie schaut seine soziale Kompetenz aus? Wie geht er mit Kritik um?“, zählt die Fachärztin auf.

Vonseiten der Ermittler hieß es zuletzt: „Als Motiv für die Tat ist davon auszugehen, dass die Beschuldigte in einem schwierigen familiären Umfeld lebte und eine tiefe Abneigung gegen den Halbbruder entwickelt hat.“

Oliwia hinterließ blutige Botschaft an der Wand

8.48 Uhr: Wie die Bild berichtet, soll die 15-Jährige eine Botschaft aus dem Blut ihres Halbbruders an der Wand hinterlassen haben. Das soll die Staatsanwaltschaft der Zeitung bestätigt haben. Zum Inhalt der Nachricht, die in englischer Sprache verfasst worden sein soll, sagten die Ermittler nichts.

17.16 Uhr: Wegen der Schwere der Tat und möglicher Fluchtgefahr entschied der Haftrichter, dass die 15-Jährige im Jugendgefängnis im zuständigen Iserlohn untergebracht wird.

13.25 Uhr: Die Ermittlungen haben nun ein Indiz zutage gefördert, was möglicherweise zur der Tat in Detmold geführt haben könnte.

„Als Motiv für die Tat ist davon auszugehen, dass die Beschuldigte in einem schwierigen familiären Umfeld lebte und eine tiefe Abneigung gegen den Halbbruder entwickelt hat“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Einen konkreten Anlass für die Tat habe die 15-Jährige aber nicht benannt.

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12.28 Uhr: Einen Tag nach der schrecklichen Tat in Detmold liegt das vorläufige Ergebnis der Obduktion vor. Demnach wurde insgesamt 28 Mal mit einem Messer auf den Dreijährigen eingestochen. Wie die Polizei Bielefeld in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft Detmold mitteilte, ist davon auszugehen, dass das Opfer zum Zeitpunkt der Tat schlief.

Die festgenommene Halbschwester bestreitet die Tat nicht. Sie hält sich nach Angaben der Behörden für die Täterin, spricht aber von Erinnerungslücken. Der zuständige Richter erließ daraufhin einen Haftbefehl wegen Mordes, aufgrund niedriger Beweggründe und Heimtücke. Ein psychiatrischer Sachverständiger muss nun klären, ob ihre Schuldfähigkeit zum Zeitpunkt der Tat eingeschränkt war.

Detmold: Warum musste der kleine Junge sterben?

9.36 Uhr: Die Stadt Detmold wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, ob die Familie in der Vergangenheit vom Jugendamt betreut wurde. „Aus Datenschutzgründen sagen wir dazu nichts“, sagte eine Sprecherin.

Sie verwies aber darauf, dass es für das Jugendamt keine „Anhaltspunkte dafür gab, dass das Kindeswohl“ des Kleinkindes gefährdet war.

8.31 Uhr: Nach wie vor steht die Frage nach dem „Warum“ im Raum. Über das Motiv der 15-Jährigen, die ihren Halbbruder erstochen haben soll, ist noch nichts bekannt.

Diese Frage wird erst im Lauf der weiteren Ermittlungen geklärt werden können.

Haftstrafe von bis zu 10 Jahren droht

07.45 Uhr: Heute wird die 15-jährige Oliwia, die ihren Halbbruder in Detmold erstochen haben soll, dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag Haftbefehl wegen Totschlags beantragt.

Die Jugendliche ist strafmündig, bei einer Anklage würde der Prozess aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit werden. Ein Gutachter wird dann prüfen, inwieweit Oliwia schuldfähig ist. Er wird auch ihre geistige Entwicklung einschätzen. Sollte das Mädchen wegen Totschlages angeklagt werden, droht ihr theoretisch eine Höchststrafe von zehn Jahren.

Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) sieht eigentlich eine Höchststrafe für Jugendliche von fünf Jahren vor. Geht es im Prozess aber um ein Verbrechen, für die das Erwachsenenstrafrecht eine Höchststrafe von mehr als zehn Jahren Gefängnis vorsieht, ist das Höchstmaß für Jugendliche zehn Jahre Haft. Bei Totschlag wäre das der Fall.

Donnerstag, 7. November:

14.48 Uhr: Wie die Obduktion ergeben hat, sind zahlreiche Stichverletzungen für den Tod des Jungen verantwortlich. Ein Gutachter wird das endgültige Ergebnis noch vorstellen.

Im Beisein ihres Verteidigers, der ihr vom Amtsgericht Detmold zur Seite gestellt worden ist, konnte sich die 15-Jährige bereits zu den Vorwürfen äußern. Aus ermittlungstaktischen Gründen veröffentlicht die Polizei den Inhalt ihrer Aussagen noch nicht. Sie wird noch morgen dem Haftrichter des Amtsgerichts Detmold vorgeführt. Der entscheidet dann, ob ein Haftbefehl wegen Todschlags erlassen wird.

Anwohnerin: „Es war total viel Trubel. Ich dachte mir, was ist jetzt hier los?“

14.29 Uhr: Jana Fischer (22) und ihre Mutter Daniela Recker (42) erklären unserem Reporter Peter Sieben, wie sie den Abend erlebt haben. „Man hat gehört, wie die Polizei mit Hunden sucht“, so Jana Fischer, die selbst einen kleinen Sohn hat. „Es war total viel Trubel. Ich dachte mir, was ist jetzt hier los?“

Sie selbst hatte Angst um ihr eigenes Kind und sich selbst. Was ist in solch einer Situation das Beste? Im Haus ausharren? „Als ich gehört habe, dass sie gefasst wurde, war das eine Erleichterung für“, sagt die 22-Jährige. Sie und ihre Mutter kennen die Familie zwar nicht persönlich, dennoch wirkten sie „ganz normal“ auf sie.

11.27 Uhr: Alexander Mantei, 31, wohnt eine Straße weiter. Er sagt: „Ich bin nachts um eins wach geworden, als der Helikopter hier flog.“ Er sei schockiert gewesen, als er in den Nachrichten davon erfahren habe, dass ein kleines Kind in seiner Nachbarschaft gestorben ist.

Erst kürzlich hatte er in der Gegend ein Haus gekauft. Zu dem Wohnviertel, in dem der Tatort liegt, sagt er: „Hier wohnen eher sozial Schwächere, viele Hartz-4-Empfänger und alleinerziehende Mütter.“ Die Familie selbst kenne er nicht.

11.17 Uhr: In der Siedlung dominieren Mehrfamilienhäuser, es scheint anonym zuzugehen. Eine Frau, die direkt neben dem Haus, in dem die Tat passiert ist, wohnt, hat die Familie noch nie gesehen, erzählt sie.

Detmold (NRW): Tötete Oliwia aus Eifersucht?

11.10 Uhr: Der Ex-Lebensgefährte der Mutter sagt, dass Eifersucht ein mögliches Motiv sein könnte. Weder Staatsanwaltschaft, noch Polizei können das zum jetzigen Zeitpunkt bestätigen. Daher ist die Vermutung mit Vorsicht zu genießen.

Anwohner: „Ist das erste Mal, dass ich hier Polizei sehe“

11.05 Uhr: Ein Anwohner, der anonym bleiben möchte, zeigt sich geschockt über die Tat: „Ich wohne seit 40 Jahren hier. Es ist das erste Mal, dass ich hier Polizei und so was sehe.“ Am Tatabend selbst sei ihm nichts Verdächtiges aufgefallen.

Ihn verstört die Tat: „Ein kleines Kind getötet von der eigenen Schwester? Das kann doch gar nicht sein in dieser Welt.“

Kleinkind in Detmold getötet: Tatverdächtige leistet keine Gegenwehr

10.54 Uhr: Weiterhin erklärt der Oberstaatsanwalt, dass die Nachbarn wohl nichts von der Tat mitbekommen haben. Wer genau das tote Kind gefunden hat, kann er nicht sagen. Nur so viel: Andere Angehörige sollen ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

10.40 Uhr: Wie Oberstaatsanwalt Christopher Imig erklärt, sei die Tatverdächtige ruhig gewesen bei der Festnahme in Lemgo. Sie habe keine Gegenwehr geleistet.

10.26 Uhr: Die Beamten vor Ort warten auf die Spurensicherung. Der Tatort sei abgesperrt worden, damit die Experten ungestört arbeiten können.

Spurensicherung rückt an – Trauernde stellen Kerzen auf

10.22 Uhr: Das Wohnhaus befindet sich in einer ruhigen Gegend, berichtet unser Reporter vor Ort. Gegenüber befindet sich eine Kleingartenanlage. Keine Menschen befinden sich auf dem kurzen Straßenabschnitt.

10.18 Uhr: Momentan befinden sich am Tatort in Detmold etwa zehn Polizeibeamte. Zwei Polizeiautos stehen vor dem Mehrfamilienhaus in der Neulandstraße, Einsatzkräfte stellen einen Sichtschutz auf.

Vor dem Wohnhaus hat ein junger Mann bereits ein Grablicht abgestellt. Der Ex-Lebensgefährte, der weder der Vater der Tatverdächtigen, noch des getöteten Jungen ist, hat soeben ebenfalls eine Kerze angezündet.

Detmold: Verdächtige Oliwia-Marta K. gefasst!

10 Uhr: Die 15-Jährige ist gefasst! Wie die Polizei Bielefeld berichtet, hatte ein aufmerksamer Zeuge den entscheidenden Hinweis gegeben. Ein Polizist in Lemgo-Brake hatte drauf die Gesuchte festgenommen.

9.38 Uhr: Gegenüber dieser Redaktion spricht die Polizei Bielefeld weiterhin davon, dass ein Angehöriger den toten Jungen aufgefunden habe. Ob es sich dabei um die Mutter handle, sei nicht klar. Auch ist zum Zeitpunkt noch unklar, ob die beiden Kinder alleine in der Wohnung waren.

7.58 Uhr: Die Polizei hat nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse, ob von der flüchtigen 15-Jährigen eine konkrete Gefahr ausgeht. Detmold ist mit rund 70 000 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Lippe.

Karte Detmold

Mutter soll toten Sohn in Wohnung aufgefunden haben

7.41 Uhr: Laut Informationen der Bild soll die Mutter, als sie gegen 21 Uhr nach Hause kam, den kleinen Jungen in der leeren Wohnung aufgefunden haben.

7.27 Uhr: Spuren in der Wohnung wiesen eindeutig auf die Halbschwester als Tatverdächtige hin, erklärt eine Polizeisprecherin. Bisher sei noch recht wenig über die genauen Umstände bekannt.

7.14 Uhr: Wie die Polizei gegenüber dieser Redaktion bestätigt, hat eine Verwandte den Jungen tot aufgefunden. Er wies mehrere Stichverletzungen auf. Die „Situation der Angehörigen“ müsse aktuell noch geklärt werden.

Polizei Bielefeld sucht mit Hochdruck nach

6.46 Uhr: Um den Tod des Kleinkindes möglichst schnell aufzuklären, fahndet die Polizei Bielefeld nun öffentlich mit einem Bild nach Oliwia-Marta Kargol. Die 15-jährige ist 1,75 Meter groß und hat schulterlange, schwarze Haare.

Sie hat eine kräftige Figur und trug zum Tatzeitpunkt eine schwarze Jacke, einen roten Pullover und schwarze Leggins. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

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Teenager als Mörder: Es geschieht immer wieder

Kinder, die zu Tätern werden, gibt es in Deutschland immer wieder. So tötete ein 13-Jähriger 2016 einen gleichaltrigen Jungen in Bad Schmiedeberg. Für das Jahr 2018 weist die polizeiliche Kriminalstatistik allein in Nordrhein-Westfalen 35 Tatverdächtige zwischen 14 und 17 Jahren aus, gegen die wegen Mordes oder Totschlags ermittelt wurde.

Fälle, bei denen Kinder ihre Geschwister töten, sind hingegen deutlich seltener. 2009 tötete ein 16-Jähriger seinen sechsjährigen Bruder. Vier Jahre zuvor, 2005, tötete ein erst sechs Jahre altes Mädchen ihre zehn Tage Schwester.

(mit at und dpa)