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Star-DJ Alex Christensen packt aus – so lief das mit Helene Fischer

Helene Fischer und Alex Christensen.
Helene Fischer und Alex Christensen.
Foto: imago images/ Fotomontage: DER WESTEN

Entspannt sitzt Alex Christensen in der VIP-Loge der Oberhausener König-Pilsener-Arena. Kurz zuvor hatte der DJ, der 1991 mit der Single „Das Boot“ den absoluten Durchbruch geschafft hatte, sein neues Album „Classical 90s Dance 3“ vorgestellt. Mit dieser Redaktion sprach Alex Christensen über die 90er, den deutschen Schlager und Helene Fischer.

Alex, du hast jetzt den dritten Teil deiner 90er-Reihe veröffentlicht. Wieso gerade dieses Jahrzehnt?

Das ist natürlich der Soundtrack meiner Jugend. Die 90er haben mich als Mensch sehr geprägt.

Wobei die 90er ja schon ein Geschmäckle haben. Stichwort: Trash.

An erster Stelle ging es mir darum, meine Begeisterung zum Ausdruck zu bringen. Ich habe nicht darüber nachgedacht, dass die 90er belastet sind. Ich kann mich aber auch noch daran erinnern, als Abba aufgehört haben. Die waren das Letzte. Abba fanden alle ganz schlimm. Ende der 80er kam aber ein Tribute-Album an Abba und auf einmal wandelte sich das Image der Band. Ich glaube, dass die 90er auch so einen Twist kriegen. Das ist nicht mehr nur billig und 90-Cent-Party. Man merkt jetzt, dass da tolle Songs entstanden sind.

Im Moment sind sehr viele junge Künstler in Deutschland erfolgreich. Fällt dir da jemand ein, der auch gut zu dir und deiner Idee passen würde?

Im Moment ist es so, dass fast alle deutsch singen. Meine Alben sind ja eher auf Englisch. Und das soll auch so bleiben. Ich freue mich, dass es so viel erfolgreiche deutsche Musik gibt, aber ich merke auch eine Übersättigung. Den fünften gut aussehenden Künstler, der eine Gitarre in der Hand hält und die Probleme der Welt besingt, finde ich dann nicht mehr so spannend.

Du als Fan der 90er: Gibt es auch Songs, die du nicht anfassen würdest?

Generell ist es schwierig, orchestral etwas mit extrem fröhlichen Songs zu machen. „Cotton Eye Joe“ wäre eine Herausforderung (lacht).

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Alex Christensen & The Berlin Orchester auf Tour:

  • 22. April 20 – Hamburg, Barclaycard Arena
  • 23. April 20 – Rostock, Stadthalle
  • 24. April 20 – Chemnitz, Stadthalle
  • 25. April 20 – Berlin, Tempodrom
  • 26. April 20 – München, Gasteig
  • 28. April 20 – Stuttgart, Beethovensaal
  • 29. April 20 – Münster, Münsterlandhalle
  • 01. Mai 20 – Nürnberg, Meistersingerhalle
  • 02. Mai 20 – Dortmund, Halle 2
  • 03. Mai 20 – Hannover, Swiss Life Hall
  • 04. Mai 20 – Frankfurt am Main, Alte Oper
  • 05. Mai 20 – Erfurt, Messe
  • 06. Mai 20 – Mannheim, Rosengarten

Du hast mit Eloy de Jong, Thomas Anders und Maite Kelly einige Leute auf deinem Album, die aus den 90ern kommen und jetzt Schlager machen. Wie stehst du dazu?

Ich bin so sozialisiert worden. Ich bin immer ein großer Schlager-Fan gewesen und habe dadurch keine musikalischen Barrieren. Ich muss mich nicht über Musik als cool darstellen. Ich liebe Helene Fischer, aber ich kann genauso was für Scooter oder Udo Lindenberg machen.

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Du hast mit Helene Fischer 2015 ihr Weihnachtsalbum produziert. Wie kam es dazu?

Ich hatte mir überlegt, ich würde gerne lernen, mit einem Orchester zu produzieren, und habe dann mit Paul Anka und Michael Bolton ein Album aufgenommen. Durch diese Erfolge bin ich mit Helene Fischer und ihrer Plattenfirma ins Gespräch gekommen. Da haben wir gemerkt, dass wir ziemlich ähnlich ticken und haben etwas Herausragendes geschaffen. Auf das Album bin ich wahnsinnig stolz. Sie ist eine herausragende Sängerin. Unsere Beste.

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Gibt es eine Chance auf eine erneute Zusammenarbeit?

Irgendwann werden wir bestimmt noch eine tolle Idee haben, um so etwas zu wiederholen. Das muss dann aber auch überragend sein und solche Ideen kann man nicht erzwingen. Ich hoffe, irgendwann kommt der Geistesblitz, wo ich denke: ‚Ich muss jetzt mal Helene anrufen‘.